ARBÖ: Bei ungebremstem Transit entsteht Schaden auch für private Autofahrer

Niedrige Lkw-Mauten vergrößern Staus, erhöhen Verkehrsrisiko für private Pkw

Wien (OTS) - Die Interessen der Pkw-Fahrer dürfen bei der Transitfrage nicht zu kurz kommen, meldet sich ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar einen Tag vor dem EU-Vermittlungsausschuss zu Wort . "Die ungebremste Fahrt der Lkw durch Österreich geht auf Kosten des Berufs- und Freizeitverkehrs aller Arbeitnehmer. Die privaten Autofahrer werden aus dem Lkw-Stau nicht mehr herauskommen", warnt der ARBÖ-Generalsekretär. Schon jetzt ist etwa auf der Brennerautobahn eine Fahrspur ausschließlich von Lkw besetzt. West-und Südautobahn weisen zunehmenden Güterverkehr auf. Jede Tonne Fracht, die nicht mit der Bahn befördert wird, bedeutet ein Mehr an Lkw-Transport. Das Unfallrisiko steigt, massive Staus sind die Folge.

Unter die Räder kommt dadurch vor allem auch die Verkehrssicherheit. Dr. Hellar: "Was nützen alle Expertengespräche im Ministerium über mehr Sicherheit im Lkw-Verkehr oder neue Gesetze, wenn gleichzeitig vom EU-Parlament alle Schleusen für Lkw-Kolonnen geöffnet werden?" Das ohnehin schon stark angewachsene Risiko durch gewerblich genutzte Klein-Lkw, auf das der ARBÖ eindringlich aufmerksam gemacht hat, und die Zahl der übermüdeten Lkw-Lenker wird durch den grenzenlosen Schwerverkehr nur noch weiter steigen.

Eine Verbilligung der mit sechsjähriger Verspätung eingeführten Lkw-Maut bzw. eine Abschaffung der Sondermauten für Lkw, wie sie die Wirtschaftskammer Österreichs (WKÖ) anstrebt, bringt noch mehr Lkw auf die heimischen Autobahnen. "In Zeiten wie diesen ist das verkehrspolitisch ein völlig falsches Signal auf Kosten der Pkw Fahrer, das der ARBÖ im Interesse der Autofahrer ablehnt", bekräftigt der ARBÖ-Generalsekretär.

Es kommt nicht in Frage, dass die Kosten, die dem Schwerverkehr erspart bleiben, früher oder später den privaten Autofahrern aufgebrummt werden. Mit Steuern und Abgaben der privaten Kraftfahrer wird zunehmend der Schwerverkehr quersubventioniert.

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ
Presse u. Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: ++43-1 891 21 244
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0004