"Animal Spirit" appelliert gemeinsam mit Georg Danzer, zu Martini und Weihnachten auf Gänse zu verzichten!

Wien (OTS) - "Animal Spirit" und der bekannte Liedermacher Georg Danzer appellieren auch heuer wieder an alle Restaurants und Konsumenten, zum kommenden Martinifest und zu den Weihnachtstagen auf den Verzehr von Gänsen, insbesonders aber von Gänsestopfleber, eine auf äußerst grausame Weise produzierte "Delikatesse", zu verzichten.

An die 300.000 Gänse werden jedes Jahr in Österreich, v.a. zu Martini und Weihnachten, getötet. Nicht einmal 10 % davon stammen aus österreichischen Betrieben. Der Rest wird von ausländischen Mastfabriken importiert, zumeist aus Frankreich, Ungarn, Bulgarien, Polen oder Israel. In diesen Ländern ist "Tierschutz" noch mehr Fremdwort als in Österreich.

Vor allem im Nachbarland Ungarn ist die ganzjährige Gänsezucht und Mast zu einem lukrativen Geschäft geworden. Die Haltungsbedingungen der Tiere für die Pfanne, für die Stopfleber und für die Daunengewinnung sind großteils katastrophal. Gänsestopflebern sind ein besonders grausames Produkt menschlicher Genußsucht: Sie wird aus der krankhaft vergrößerten Leber zwangsgestopfter Enten und Gänse hergestellt. Die Vögel werden in derart winzigen Einzelkäfigen gehalten, daß es ihnen weder möglich ist, zu stehen noch die Flügel ordentlich auszubreiten. Während rund 3 Wochen wird den Tieren mehrmals täglich ein ca. 50 cm langes Metallrohr durch den Hals bis in den Magen eingeführt. Mit einer Druckluftpumpe wird täglich bis zu einem Kilo Mais und Fett in ihren Magen gepreßt - das entspricht bei einem Menschen einer Menge von etwa 16 Kilogramm Spaghetti! Bei dieser Prozedur kommt es häufig zu schweren Verletzungen der Speiseröhre. Bei falscher Dosierung der Futtermenge platzt der Magen der Tiere, worauf sie grausam verenden.

Die krankhaften Lebern der Stopfgänse wiegen mit über 1 kg bis zu 10-mal soviel wie gesunde Organe (ca. 100g). Auf einen Menschen umgelegt, würde das ein Lebergewicht von 20 Kilogramm bedeuten! Je mehr die Leber wächst, desto stärker werden Bewegungsfreiheit und Atmung beeinträchtigt. Viele Vögel sterben bereits vor dem Schlachttag qualvoll an Herz- und Nierenversagen, an Lebererkrankungen und Blutungen.

Mehr als 20 Millionen Enten und 5 Millionen Gänse werden benötigt, um jährlich an die 20.000 Tonnen Gänsestopfleber zu produzieren. Der Verbraucher muß dafür bis zu 70,- Euro pro kg berappen! Die Keulen und Brüste sind zwar quasi "Abfallprodukte" der Stopfleberproduktion, werden aber ebenso lukrativ verkauft.

Der Tierschutzverein "Animal Spirit" plädiert, wieder gemeinsam mit dem bekannten Liedermacher Georg Danzer, anläßlich der bevorstehen "Ganslfeste" für ein Importverbot für Stopflebern. Obmann Dr. Franz-Joseph Plank: "Ich habe selbst in Ungarn gesehen, wie diese armen Tiere gestopft und geschlachtet werden - ein schrecklicher Anblick. Wir ersuchen alle Konsumenten, auf diese sogenannte Delikatesse zu verzichten. Es ist unmoralisch, ein 'Luxus'- Produkt zu verkaufen bzw. zu verzehren, welches so viel Leid verursacht hat."

Und Georg Danzer ergänzt: "Die Grausamkeit, die mit der Stopfleber verursacht wird, finde ich unerträglich. Ich bin entsetzt darüber, daß Enten und Gänse eingesperrt und zwangsgestopft werden, nur um dem Menschen eine kulinarische Spezialität bieten zu können. Ich bin ein vehementer Gegner jeglicher Tierquälerei und dem zufolge natürlich vor allem auch gegen das Gänsestopfen. Ich habe noch nie 'foie gras' gegessen und werde es auch in Zukunft nicht tun und appelliere an alle Lieferanten, Restaurants, Küchenchefs und Konsumenten, dieses Jahr auf Gänsestopfleber zu verzichten."

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Franz-Joseph Plank
Obmann "Animal Spirit"
Tel.: 0676/7082434

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Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
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