Favoriten-Lokal-Razzia hat wieder zahlreiche Festnahmen gebracht

Schwarzarbeit und Suchtgift-Handel waren u. a. Ziele der Ermittler von Magistrat und Zoll

Wien (OTS) - Bereits zum 7mal sind in Favoriten auffällig
gewordene Cafes und Bars vor allem hinsichtlich illegal beschäftigtem Personal und Zustand der Lokalitäten sowie Einhaltung der Behördenauflagen kontrolliert worden. Diesmal haben die unter der Leitung der Wiener Magistratsdirektion von Samstag auf Sonntag streifenden Behördenvertreter in 33 Gastgewerbebetrieben erstmals auch Drogenhändler aufgegriffen. Die Polizei nahm sie so wie weitere vor allem sich illegal in Österreich aufhaltende Slowakinnen fest. Am Rande der Lokalrazzia wurden auch Baustellen auf ausreichende Sicherheit und Road Runner überprüft.

Marktamt-Mitarbeiter und Lärmmesser schrieben zahlreiche Anzeigen

Fast 30 Verstöße verzeichnete das Marktamt, mangelhafte Auspreisung und fehlende Bescheide zum Beispiel für das Betreiben eines Spielautomaten waren die häufigsten Delikte. Aber auch weit überhöhte Preise wurden zum Teil angegeben, so wurde in einem Fall für einen Liter Milch knapp über 6 Euro verlangt, praktisch mindestens sechsmal teurer als in einem Geschäft. Manchmal war ein Viertel Soda teurer als ein "Seidel" Bier.

15 Schwarzarbeiter im Servierdienst und ausländische Animierdamen entdeckt

Die Zollamtsgruppe KIAB (Kontrolle illegaler Ausländerbeschäftigung ) traf in Favoriten in den Lokalen verstärkt Animierdamen an.

Der Leiter der nächtlichen Aktion, Walter Hillerer von der Magistratsdirektion, Dezernat Sofortmaßnahmen, erklärte gegenüber der "rathaus-korrespondenz", der Schritt zu illegaler Prostitution "ist bei diesen Animierdamen, die hauptsächlich aus der Slowakei als Touristinnen anreisen, nur ein sehr kleiner!"

Road - Runner Check ergab 12 Kennzeichenabnahmen

Am Rande der Lokalrazzia wurden in der Landesprüfstelle in Simmering 17 Road- Runner Autos den Behörden der MA 46 ( Verkehrsorganisation ) vorgeführt. Fehlende Bodenfreiheit und in einem Fall sogar eine funktionslose Handbremse führten zur Abnahme von 12 Kennzeichen. Einem Road Runner wurde die Lenkerberechtigung wegen Fahruntüchtigkeit entzogen. Die Behörden checkten auch 14 Baustellen in Favoriten, fünf waren schlecht, zwei davon unzureichend abgesichert. Sechs Lenker von Schwerfahrzeugen verirrten sich nach Angaben der Polizei auch wieder einmal ins Wohngebiet, hielten sich beim Einparken ihres "Brummis" also nicht an die 15 Meter-Distanz zum nächstgelegenen Wohnhaus. Diese wurden angezeigt.

Kontrollen gehen auf Wunsch der Politik und aufgrund des Erfolges weiter

Favoritens Bezirksvorsteher-Stellvertreter Günther Titz und Bezirksrat Josef Kaindl begleiteten die Beamten bei der nächtlichen Razzia. Sie und Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner begrüßen diese Kontrollen und kündigten deren Fortsetzung an. Die Auswahl der Lokale sei hauptsächlich aufgrund der bei der Bezirksvertretung eingegangenen Beschwerden aus der Bevölkerung und der persönlichen Wahrnehmung der Polizei getroffen worden, betonte Walter Hillerer abschließend.

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