Neuer VP/FP-Geheimpakt!

Demnach soll Haider in Kärnten ruhig gestellt werden

Klagenfurt (SP-KTN) - Der SPÖ liegen Informationen vor, wonach
FPÖ und ÖVP wieder einmal einen Geheimpakt ausgehandelt haben. Der brisante Inhalt: Die ÖVP soll nach geschlagener Landtagswahl in Kärnten wieder einmal zum willigen Steigbügelhalter von Jörg Haider werden. Im Gegenzug zur klammheimlichen Zustimmung der ÖVP hält Jörg Haider in Kärnten still und wagt keinerlei Ausritte gegen die Schwarz-Blaue Regierung um die wacklige Koalition nicht zu gefährden. "Kanzler Schüssel und Jörg Haider haben sich vor gar nicht allzu langer Zeit in der Steiermark getroffen und dieses Abkommen heimlich ausgehandelt, das Haider aufs Kärntner Abstellgleis verfrachtet", fordert SP-Klubobmann Adam Unterrieder die schwarz-blaue Packelei endlich zu durchbrechen.

Somit ist jede Stimme für die ÖVP gleichzeitig eine für Haider -egal was VP-Chef Wurmitzer und VP-Spitzenkandidatin Scheucher der Bevölkerung vorgaukeln. "Das ist einfach nur scheinheilig. Denn im Endeffekt genügt ein Machtwort Schüssels, um Wurmitzer wieder einmal zum Umfallen zu bringen", ist sich Unterrieder sicher, dass die Wahl Haiders zum Landeshauptmann durch die ÖVP eine ausgemachte Sache ist. Gefährden kann diese Absprache nur noch einer: Haider selbst. Kann er sein Ego und seinen Geltungsdrang zügeln und hält wirklich ganze vier Monate still?

Wiesehr Schüssel den VP-Obmann Georg Wurmitzer an der Kandare hat, haben Beispiele in der Vergangenheit gezeigt, als der Kanzler seinen Kärntner Parteikollegen zurückpfeifen musste - steckte nicht etwa hinter dem Budgetumfaller Wurmitzers ein Befehl aus Wien? "Haider und die ÖVP haben in den vergangenen Jahren nur Absprachen zulasten der Bevölkerung fabriziert und darüber nachgedacht, wie sie sich persönlich profilieren können", zeigt Unterrieder ein sich durchziehendes Verhaltensmuster auf. Bei den kommenden Wahlen werden Schwarz-Blau die Rechnung dafür präsentiert bekommen. (Schluss)

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