Schabl: NÖ: 33,2% mehr Lehrstellensuchende als im Vorjahr; 9,2% weniger offene Lehrstellen

Bei den 15 bis 25 Jährigen Anstieg der Arbeitslosigkeit um nahezu 10%

St. Pölten (SPI) - Eine nach wie vor dramatische Situation zeigen die jüngsten Zahlen des AMS für Oktober 2003. Demnach waren in Niederösterreich mit Stand Oktober 2003 33.214 Personen arbeitslos gemeldet. Besonders besorgniserregend ist die Situation bei den jungen Menschen und vor allem bei den Lehrstellensuchenden. Bei den 15 bis 25 Jährigen stieg die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 9,7%. In dieser Altersgruppe sind 6.029 Personen arbeitslos, um 532 mehr als im Oktober 2003. "Leichte Besserungen gegenüber September in einer dermaßen dramatischen Situation als Entspannung zu bewerten - wie dies die blauschwarze Bundesregierung tut - ist schon mehr als eine Beschönigung. Die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich und vor allem bei den jungen Menschen ist absolut dramatisch. Hier besteht wirklich dringendster Handlungsbedarf", so der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen im ÖGB NÖ, LR Emil Schabl.****

Besonders kritisch ist die Situation auf dem Lehrstellenmarkt. 1.140 Lehrstellensuchenden stehen lediglich 286 gemeldete offene Lehrstellen gegenüber. Damit ist die Zahl der Lehrstellensuchenden um 33,2% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, die Zahl der offenen Lehrstellen um 9,2% gesunken. "Für diese jungen Menschen ist es zynisch, wenn die VPNÖ in einer Aussendung vom 4. November von einer Stabilisierung der Lage spricht und ‚als positiv anmerkt', dass die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum September nur um 0,7% gestiegen sei und Niederösterreich weit besser dasteht als Wien. Das hilft den jungen Menschen in Niederösterreich nicht, die keine Arbeit und keine Lehrstelle gefunden haben - und es hilft auch den jungen Menschen in Wien nicht, die keine Arbeit und keine Lehrstelle gefunden haben. Hier ist kein Land besser oder schlechter. Die Bundesregierung ist gefordert, hier endlich entsprechende Maßnahmen und eine Lehrstellenoffensive einzuleiten - damit viele junge Menschen wieder eine Zukunft haben - und zwar eine andere als die Arbeitslosigkeit", so Schabl abschließend.
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