Strache: Kuriose, dubiose und heitere Sportförderungsgeschichten aus dem Ausschuß!

Der Amtsschimmel wiehert und „echte SP-Freunde“ haben mehr vom Wiener Sportförderungstopf

Wien, 05-11-2003 (fpd) - Im heutigen Wiener Gemeinderatssportausschuß wurde dem Österreichischen Drachenbootverband, Sektion Laufen und Inline Skating, eine Subvention in der Höhe von 106.200 Euro für die Durchführung des „5. Vienna Inline Marathons“ und dem „3. Wiener Herbstlauf“ gegen die Stimmen der FPÖ und der anderen beiden Oppositionsparteien erteilt, so heute der Landssportsprecher der Wiener FPÖ, LAbg. GR Heinz-Christian Strache.

Der Österreichische Drachenbootverband sei insofern als dubios einzustufen, da er in keinem Wiener Sportdachverband verankert ist und auch bei den Dachverbandssprechern, bei Sportfachleuten und Experten als völlig unbekannt gilt, so Strache. Auch gilt diese Sportart als eine nicht anerkannte und nicht förderungswürdige Sportart im Sinne des Wiener Landessportrates und Landessportgesetzes. Zusätzlich hat der Drachenbootverband auch noch eine kuriose „Sektion Laufen und Inline Skating“, welche mit Drachenbootsport überhaupt nichts zu tun hat. Eventuell könnte der nicht existierende Verband aber auch biblische Züge entwickelt und vielleicht eine Laufmöglichkeit über das Wasser erfunden bzw. entwickelt haben, zeigt sich Strache sehr verwundert.

Die Antragstellerin des Drachenbootverbandes ist jedoch auch gleichzeitig die Geschäftsführerin einer offensichtlich reinen „Geldbeschaffungsfirma“ des ehemaligen Grün-Abgeordneten Pius Strobl. Diese Firma wurde wiederum mit der Ausrichtung der oben erwähnten Veranstaltungen bzw. Sportevents betraut. Es liege damit der ernste Verdacht auf der Hand, dass hier mit einer Hilfskrücke eines künstlich ins Leben gerufenen Sportvereines, der keine Verbands- und Vereinsanerkennung hat und offensichtlich in der Gunst der MA 51 steht, eine äußerst dubiose und zu hinterfragende Konstruktion für rein private Geschäftsinteressen in Verquickung mit Sportevents und Subventionen der Stadt Wien entwickelt wurde. Jedenfalls sei dies eine mehr als aufklärungswürdige Angelegenheit bei der man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, daß „für echte Freunde die SPÖ in Wien alles möglich macht“, kritisierte Strache.

Preisverleihung vor der Genehmigung durch den Ausschuß!

Darüber hinaus wieherte auch „der flotte Amtsschimmel“. Erst heute wurde eine Subvention für den Wiener Trabrennverein in der Höhe von 14.000 Euro für die jährliche Durchführung einer Trabrennveranstaltung mit dem „Preis der Stadt Wien“ vorgenommen, die jedoch bereits am 28. September 2003 abgehalten wurde und bei der bekannte Granden der SPÖ-Stadtregierung diesen Preis – ohne Gemeinderatsbeschluß - bereits würdevoll übergeben haben. Die Mühlen der Stadtverwaltung mahlen oftmals lange. Bekanntlich braucht gut Ding ja auch Weile, so Strache abschließend. (Schluß) jen

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