FP-Trammer: Schicker ist grüner Erfüllungsgehilfe beim "Masterplan Verkehr"!

Monetäre Bestrafung der Autofahrer durch die SPÖ geplant!

Wien, 05-11-2003 (fpd) - Der Grundtenor des gestern im Wiener Gemeinderat beschlossenen "Masterplan Verkehr" beinhaltet eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs - insbesondere von PKW auf 25%. Dies soll u.a. durch straßenbauliche Rückbaumaßnahmen, geplante Steuern, erhöhte Gebühren und sonstige "Lenkungsinstrumente" erreicht werden, so heute LAbg. GR Heike Trammer.

Im Gegenzug, so Trammer, werde der Radwegausbau massiv forciert und auch in den Bezirken rund 70 % der Budgets für straßenbauliche Maßnahmen in den Ausbau von Radwegen investiert. In den Jahren zwischen 1995 und 2001, so Trammer, wurde das Radwegenetz in Wien um rund 300 km erweitert. Die entspreche in etwa der Strecke Wien-Klagenfurt und bis zum Jahr 2008 wären bereits weitere 30 Millionen € für den zukünftigen Radwegausbau budgetiert.

Vor diesem Hintergrund stelle sich natürlich auch die berechtigte Frage, ob der Bedarf für einen weiteren Ausbau überhaupt gegeben sei, so Trammer. Die letzte Mobilitätserhebung ergab einen derzeitigen Radverkehrsanteil von rund 3%. Ob die geplante Erhöhung auf 8%, wie im Verkehrsmasterplan vorgesehen, durch einen massiven Ausbau des Radwegnetzes erreicht werden könne, sei höchst fraglich. Die derzeitige Praxis der Mehrzweckstreifenerrichtung habe zudem einen Anstieg von Unfällen mit Personenschäden mit sich gebracht. Wenn nunmehr im Masterplan vorgeschlagen werde, dass sportliche Radfahrer "im Autoverkehr" mitfahren sollen, ängstliche und langsame Radfahrer jedoch den Radweg benützen sollen, sei dies ein zusätzliches Gefahrenpotential, das in den nächsten Jahren noch für einige unschöne Szenen auf den Straßen Wiens sorgen wird.

Wiederum habe die Wiener Stadtregierung eine völlig falsche Prioritätensetzung vorgenommen und vernachlässige massiv die anderen Verkehrsteilnehmer, kritisierte Trammer. Dies sei ein paradoxer Politansatz, der vor allem darin gipfelt, dass auf der einen Seite die Wiener Stadtregierung ihre Fahrradinitiativen mit dem Kyoto-Ziel der Emissionsreduktion argumentiere und auf der anderen Seite, eine Bezirksdurchfahrung durch die Donaustadt plane.

Abschließend müsse daher festgestellt werden, dass die massive und überproportionale Förderung des Radverkehrs nicht nur die politische Unfähigkeit von SP-Stadtrat Schicker manifestiere, sondern zudem auch die prinzipiell positiven Intentionen des Verkehrsmasterplan durch die rot-grüne Zusammenarbeit in eine völlig falsche Richtung treibe, so Trammer. (Schluß) jen

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