Industrie begrüßt Innovationspaket der Bundesregierung

Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit weiter gesichert - IV-Präsident Mitterbauer: "Reformen werden fort- und umgesetzt"

Wien (PDI) - Innovationspaket ermöglicht mehr F&E-Anstrengungen
der Industrie- Entscheidungsgremium für Mittelvergabe der Nationalstiftung entscheidend zu verbessern

"Österreich muss in den nächsten Jahren seine Position in der Innovationspolitik entscheidend verbessern, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Schaffung und Sicherung geeigneter Rahmenbedingungen dafür ist eine der wichtigsten Aufgaben der Politik", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), DI Peter Mitterbauer, anlässlich des 3. Reformdialoges Innovation der Bundesregierung. Die Arbeit der Bundesregierung im Innovationsbereich ist dabei auf dem richtigen Weg: "Seit den Reformdialogen im Jahr 2001 ist viel geschehen: Das Commitment zu den Zielen wurde beibehalten, beachtliche Sondermittel (506 Mio. Euro ) zur Verfügung gestellt, steuerliche Incentives verbessert und ausgeweitet und Ankündigungen im Regierungsprogramm realisiert, wie jetzt die Nationalstiftung." Diese Reformen würden von den Unternehmen wahrgenommen und in ihrer Planung berücksichtigt, wie eine aktuelle Arthur D. Little-Studie im Auftrag der Industriellenvereinigung zum Innovationsstandort Österreich zeigt.

Innovationsstandort wird durch Innovationspaket verbessert

"Das jetzt vorliegende Gesamtpaket ist ein großer Sprung in Richtung Verbesserung des Innovationsstandortes und dies in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. Wir glauben, dass dieses Innovationspaket der Bundesregierung eine wichtige und nachhaltige Verbesserung des Innovationsstandortes bewirken kann, wenn auch die konkrete Umsetzung mit Betroffenen noch geschehen muss", erklärte IV-Generalsekretär Dkfm. Lorenz Fritz. "Die Vernetzung zum Konjunkturpaket III durch die Forschungsförderungsmaßnahmen ist gelungen und sollte der Industrie erlauben, ihre F&E-Anstrengungen zu erhöhen, wenn die zusätzlichen Mittel wie vorgesehen auch wirtschaftsnah ausgegeben werden. Nur so ist es möglich, eine ausreichende Hebelwirkung der eingesetzten Mittel zu erreichen und die gesamte F&E-Quote deutlich zu heben, allerdings geschieht dies nicht mit der Automatik, wie sie viele sehen. Nun wurden die Pferde an die Tränke geführt, saufen müssen sie jetzt selber", so Fritz weiter. Allerdings sei auch mit dem vorliegenden Innovationspaket die Erreichung der gemeinsam gesetzten Gesamtziele wie 5. Platz im European Innovation Scoreboard und 2,5% F&E-Investitionen am BIP bis 2006 3% bis 2010 noch nicht voll gesichert.

Internationale Unternehmenszentralen in Österreich stärken

Präsident Mitterbauer hob die bisherige Arbeit des Rats für Forschung und Technologieentwicklung positiv hervor: "Er hat in einem schwierigen Umfeld sehr gute Arbeit geleistet und sich bewährt. Es ist wichtig und richtig, dass er nun die eigene Rechtspersönlichkeit für seine strategischen Aufgaben bekommt." Besonders wichtig für den Innovationsstandort Österreich ist jetzt dass österreichische Headquarterfunktionen und Centers of Competence internationaler Unternehmen gestärkt bzw. neue angezogen werden. Die enge Vernetzung zwischen internationalen Forschungszentren und KMUs bringt dann die ganze Innovationskraft.

Langfristige Sicherung der Nationalstiftungsgelder gefordert

Von Seiten der IV kommt außerdem volle Unterstützung zur Nationalstiftung, es bedarf aber einer Präzisierung und Verbesserung des Gremiums zur Entscheidungsfindung, wie die neuen Mittel vergeben werden. Nach Ansicht der IV muss die Entscheidung (im Sinne des finnischen Modells) von den zuständigen Ministern nach den strategischen Empfehlungen des Rats für F&Te getroffen werden. "Hierbei geht es um strategische Entscheidungen für den Innovationsstandort in seiner Gesamtheit, die von der höchsten politischen Ebene getragen werden müssen", ist die Industrie überzeugt.

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