Tumpel zu Forschungsgipfel: "Technologieoffensive" der Regierung ist nur ein 10-Millionen-Euro-Leichtgewicht

Regierung "verkauft" Geld, das schon bisher von OeNB für die Forschung kam als zusätzliche Technologie-Spritze

Wien (AK) - Als "Leichtgewicht, weit weg von einer wirklichen Technologieoffensive, die Arbeitsplätze bringt" kritisierte AK Präsident Herbert Tumpel beim heutigen Reformdialog die so genannte Forschungsoffensive der Regierung. "Wenn die Regierung so tut, als kämen jetzt zusätzliche 125 Millionen Euro für die Forschung, ist das ein Etikettenschwindel", sagt der AK Präsident, "da wird Geld reingerechnet, das jetzt schon von der Nationalbank für die Forschung kommt und ERP-Mittel werden umgeleitet." Unterm Strich gäbe es zehn bis maximal 15 Millionen Euro zusätzlich für Forschung und Technologie. "Das ist weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein", sagt Tumpel, "das bringt nichts für die Forschung, für die Wettbewerbsfähigkeit, das schafft keine Arbeitsplätze." ****

Als "Etikettenschwindel" kritisiert Tumpel, dass die Regierung den Eindruck erwecke, sie würde jetzt zusätzlich 125 Millionen Euro für Forschung und Technologie aufbringen. In Wahrheit "verkaufe" die Regierung Geld, das schon bisher von OeNB für die Forschung kam als zusätzliche Technologie-Spritze und lenke ERP-Gelder um.

Schon bisher habe die Nationalbank jährlich bis zu 74 Millionen Euro für die Forschung bereit gestellt. 65 Millionen in Summe über den Forschungsförderungsfonds für die Gewerblichen Wirtschaft (FFF), den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), die Technologie Impulse Gesellschaft (TIG) und die Forschungsinstitute WIFO, IHS und WIIW. Zusätzlich habe die OeNB die Forschung mit rund neun Millionen Euro über den originären Jubiläumsfonds dotiert. Künftig überweise die Nationalbank 75 Millionen Euro an die Nationalstiftung und investiere weiterhin in Jubiläumsfonds, WIFO, IHS und WIIW. "Die zehn bis 15 Millionen Euro, die das ausmacht, sind in Wahrheit auch das einzige zusätzliche Geld für Forschung und Technologie", sagt Tumpel, "die ERP-Mittel werden ja einfach nur umgeleitet und fehlen künftig bei anderen Investitionsprojekten der Wirtschaft."

Rückfragen & Kontakt:

Thomas Angerer
AK Wien Presse
Tel.: 501 65-2578
thomas.angerer@akwien.or.at
http://www.akwien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0004