Kräuter: Grasser soll Böhler Uddeholm-Verkauf sofort stoppen

Kleiner Untersuchungsausschuss bestätigt Unvereinbarkeiten

Wien (SK) Den sofortigen Stopp des Böhler Uddeholm-Verkaufs forderte Mittwoch SPÖ-Rechnungshofsprecher Günter Kräuter in einer Presseaussendung: "Finanzminister Grasser soll diese Husch-Pfusch-Aktion sofort stoppen." Als Grund dafür nannte Kräuter die Sitzung des Kleinen Untersuchungsausschusses. In dieser, so der SPÖ-Rechnungshofsprecher hätten sich Abgründe hinsichtlich der Unvereinbarkeiten von Aufsichtsratsmitgliedern aufgetan: "Völlig ungeniert treten da diverse Aufsichtsräte als Vertreter von Käuferinteressen auf, so als ob dies in Österreich die Norm ist." Bereits am Dienstag hatte der ÖIAG Aufsichtsrat Veit Schalle in aller Öffentlichkeit klar sein Interesse für den 25 Prozent-Staatsanteil an der Böhler Uddeholm ausgedrückt. "Rewe-Chef Veit Schalle sitzt im ÖIAG-Aufsichtsrat und zugleich auch in der am 25 Prozent Böhler-Anteil der ÖIAG-interessierten österreichischen AIM-Investoren-Gruppe." ****

Dass dies üblichen Grundsätzen widerspricht, dürfte, so Kräuter, "auch den schwarz-blauen Regierungsvertreter im Ausschuss peinlich sein, da sie die Ladung von Rechnungshofpräsident Fiedler verhindert haben".

Mit der Privatisierung von Böhler Uddeholm würden die fragwürdigen Vorgänge rund um den Vöest-Verkauf nahtlos fortgesetzt. Für Kräuter ein neuerlicher Beweis des "industriepolitischen Dilettantismus" und der "Günstlingswirtschaft" von Finanzminister Grasser. (Schluss) se/mm

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