Wien forciert Bemühungen um Schaffung eines eigenen Lehrlings-Ausbildungfsfonds

SPÖ-Scheed: Bisherige Vorschläge an Bedenken der Wirtschaft gescheitert - Neuerliches Gespräch mit Sozialpartnern Anfang Dezember

Wien (OTS) - "Wien unternimmt weiterhin alle Anstrengungen im
Kampf gegen die unter der ÖVP/FPÖ-Regierung stark gestiegene Jugendarbeitslosigkeit. Neben zahlreichen bereits verwirklichten oder unmittelbar in der Umsetzungsphase befindlichen Maßnahmen zählen auch die Bemühungen um die Schaffung eines eigenen Wiener Lehrlingsausbildungsfonds dazu", erklärte Mittwoch SPÖ-Gemeinderat Norbert Scheed zu einer diesbezüglichen Forderung der Wiener Grünen. Leider seien, so Scheed in seiner Replik im Pressedienst der SPÖ Wien, die bisherigen Vorschläge Wiens wegen Bedenken der Wirtschaft noch nicht realisiert worden. Der Mandatar kündigte weitere Vorstöße der Stadt für einen Ausbildungsfonds an.

Der nächste neuerliche Anlauf für die Verwirklichung einer solchen Einrichtung, so Scheed, werde bei der am 9. Dezember stattfindenden Gesprächsrunde der Stadt mit den Sozialpartnern im Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsdfonds (WAFF) erfolgen. Ein Wiener Lehrlingsausbildungsfonds könnte sich nach den Vorstellungen der Stadt durchaus am bereits bestehenden Vorarlberger Modell, das auf freiwilliger Basis funktioniert, orientieren. Allein Zwangsmaßnahmen wären letztlich kontraproduktiv und würden zu einer noch schlechteren Situation für die jungen Menschen am Arbeitsmarkt führen, erklärte Scheed. Er wies darauf hin, dass von Seiten Wiens zudem beabsichtigt wäre, im Rahmen des ebenfalls noch für Dezember geplanten großen Arbeitsmarktgipfels mit den Sozialpartnern und Arbeitsminister Bartenstein, den Ausbildungsfonds ebenfalls zum Schwerpunkt-Gegenstand zu machen.

Nicht zuletzt erinnerte Scheed daran, dass Wien wichtige Arbeitsmarktmaßnahmen - obwohl diese grundsätzlich in die Kompetenz des Bundes fielen - auch und vor allem für Jugendliche erbringe. So sei nun auf Druck Wiens die Zahl der Lehrgangsplätze nach dem Jugendausbildungssicherungsgesetz (JASG) von - wie vom Bund ursprünglich vorgesehen - 1.000 auf 2.400 angehoben worden. Wien stelle allein dafür 4,35 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem übernehme die Stadt die Kosten für die Fortsetzung der Lehrausbildung in anderen Firmen im Fall von Unternehmensinsolvenzen. Ein aktuelles Beispiel sei die Causa Grundig, wo es der Stadt gelungen sei, einen Großteil der gekündigten Lehrlinge in anderen Firmen unterzubringen, schloss Scheed. (Schluss)

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