Grüne/Mandak: Jugendbericht des Sozialministeriums in weiten Teilen unbrauchbar

Keine Aufschlüsse zu wichtigen Fragen zur Lage der Jugend in Österreich

Wien (OTS) "Bei der Jugend nichts Neues. So lässt sich der aktuelle Bericht zur Lage der Jugend in Österreich übertiteln," meint die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak zur Studie des Sozialministeriums, die heute im Familienausschuss unter Anhörung von ExpertInnen, diskutiert wird.
Während im Abschnitt des Berichts über "Prävention in der außerschulischen Jugendarbeit" einige Schlussfolgerungen gezogen und Maßnahmen gefordert werden, bleibt der Hauptteil des Berichts, der Jugendradar 2003, genau das schuldig. "Er beschränkt sich lediglich auf das Aufzählen von teilweise sehr unpräzise beschriebenen Prozentzahlen und verzichtet darauf, irgendwelche Schlussfolgerungen oder Bewertungen vorzunehmen," kritisiert Mandak. "Keinerlei Aufschlüsse bringt der Bericht über brennende Fragen wie die soziale Lage der Jugendlichen, der Umgang mit Gewalt und sexuellem Missbrauch. Auch die neuen Schuldenfallen, Armut oder Fragen zum Thema Ausbildung und zur Situation von MigrantInnen werden nicht behandelt. Der Jugendbericht ist eine einzige Enttäuschung. Er befasst sich ausschließlich mit Aspekten des Freizeitverhaltens Jugendlicher, etwa mit der Frage warum Mädchen gern telefonieren und Burschen Computerspiele im Internet bevorzugen," so Mandak weiter. "Der Jugendbericht ist in großen Teilen unbrauchbar. Das Geld wäre besser in die Alltagsarbeit der Offenen Jugendarbeit investiert worden," schließt die Familiensprecherin der Grünen.

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