STEIBL: JUGENDBERICHT BELEGT WICHTIGEN STELLENWERT DER FAMILIE

Bericht zur Lage der Jugend in Österreich heute im Familienausschuss

Wien, 5. November 2003 (ÖVP-PK) Der 4. Bericht zur Lage der Jugend in Österreich, der heute im Familienausschuss mit Experten behandelt wird, zeigt den wichtigen Stellenwert der Familie auf. Die Familie wird als wichtigstes soziales Bezugssystem, gefolgt von Freunden/innen, gesehen. Eltern sind die ersten Ansprechpartner bei ernsthaften Schwierigkeiten, während Ratschläge im gleichaltrigen Freundeskreis eingeholt werden. Das sagte heute, Mittwoch, die Vorsitzende im Familienausschuss, ÖVP-Abg. Ridi Steibl. "Der Bericht, der vom Bundesminister für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz vorgelegt wurde, gibt einen guten Überblick über die Bedürfnisse, Interessen und Lebenslagen der 14- bis 30-jährigen Österreicher/-innen." ****

"Mit dieser Erhebung wurde auch die Basis für die Entwicklung eines kontinuierlichen Trend-Forschungsinstruments geschaffen. Bemerkenswert ist vor allem, dass auch die neuen Medien wie Internet, e-mail und Handy eingearbeitet wurden", so die ÖVP-Familiensprecherin weiter.

Die Jugend stellt den Eltern ein sehr gutes Zeugnis aus. Laut Experten meinen 80 Prozent der Jugendlichen, dass ihre Eltern "sehr gut im Leben stehen". Immer noch dominieren geschlechtsspezifische Unterschiede die Freizeitaktivitäten: So kann z. B. Einkaufen den Mädchen und Sport den Burschen vorrangig zugeordnet werden. Leistungsorientierung ja, aber nicht Karriere um jeden Preis, zählt zu den Lebenszielen der Jugendlichen, wobei im privaten Bereich Familie, Freund/innen und Freizeit dominieren. Bei den Mädchen lässt sich ein verstärkter Drang zur Selbstständigkeit bemerken; sie gehen erst dann partnerschaftliche Bindungen ein, wenn sie mit beiden Beinen im Leben stehen. Gesundheitsbewusstsein ist bei Mädchen im Jugendalter schon stärker ausgeprägt als bei Burschen. Im Allgemeinen ist es aber bis zu einem Alter von 20 Jahren überhaupt noch nicht vorhanden, und wenn, dann eher nur auf körperliche Fitness bezogen. Der Bericht habe auch ergeben, dass junge Leute sehr wohl große Wertvorstellungen aufweisen, umriss Steibl einige Ergebnisse.

PRÄVENTIONSARBEIT SOLL VON JUGENDLICHEN SELBST AUSGEHEN

Der Bericht gibt im Teil "Prävention in der außerschulischen Jugendarbeit" auch eine detaillierte qualitative Analyse der außerschulischen Jugendarbeit in Hinblick auf ihre präventiven Aspekte. Darin wird die Situation der präventiven Jugendarbeit hinsichtlich der Vermeidung von Sucht, Gewalt, Verschuldung, Suizid erhoben. Gerade die Einbindung Gleichaltriger verspreche einen erfolgreichen Weg, da Jugendliche in ihrem Freundeskreis eine wesentliche Beispielfunktion sehen. Steibl: "Deshalb soll Präventionsarbeit verstärkt von Jugendlichen selbst ausgehen." Basierend auf den Ergebnissen der Forschung können aus dem Bericht sowohl Empfehlungen für die zukünftige Ausrichtung der Jugendarbeit als auch Maßnahmen für die Anregung von Kooperationen zwischen Jugendarbeit und Präventionsarbeit abgeleitet werden, schloss die ÖVP-Familiensprecherin.
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