Neue Lehrstellen als Zukunftschance

Berufsinfotag 2003: Ausbildungsbetriebe helfen Schülerinnen und Schülern bei der Berufswahl

Wien (OTS) - In den Bezirken Margareten und Mariahilf packt man
das Lehrstellenproblem an der Wurzel: Beim Berufsinfotag am 4. November 2003 wurden mehr als 800 Schülerinnen und Schüler von kompetenten Ausbildnern aus 21 Lehrbetrieben des 5. und 6. Bezirks über ihren "Traumberuf" informiert. Sechs Lehrbetriebe aus den beiden Bezirken, die sich seit vielen Jahren vorbildlich für die Jugend engagieren, wurden im Rahmen der Veranstaltung für ihre Verdienste ausgezeichnet und wollen andere Unternehmen motivieren, sich wieder verstärkt der Ausbildung von Lehrlingen zuzuwenden.

Der Berufsinfotag im Amtshaus Margareten bietet jungen Menschen Perspektiven für ihre berufliche Zukunft und trägt dazu bei, dass die Wiener Wirtschaft auch künftig über hochqualifizierte Arbeitskräfte verfügt. Veranstalter ist das INTERDISK-Netzwerk (ID) 5+6, in dem der Bezirksvorsteher von Margareten und die Bezirksvorsteherin von Mariahilf, der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff), der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), die Arbeiterkammer Wien, die Wirtschaftskammer Wien und das Arbeitsmarktservice Wien gemeinsam Projekte zur Förderung des lokalen Arbeitsmarktes initiieren. Dazu Kurt Wimmer, Bezirksvorsteher von Margareten: "Zum fünften Mal veranstalten wir im Amtshaus Margareten, erstmals gemeinsam mit dem 6. Bezirk, den Berufsinfotag. Im Rahmen des ID-Netzwerks 5+6 soll jungen Menschen der Einstieg ins Arbeitsleben oder eine weiterführende Ausbildung nahe gebracht werden."

Berufswahl leicht gemacht

Die Experten der Lehrbetriebe aus Margareten und Mariahilf beantworteten ausführlich die Fragen der vielen interessierten Burschen und Mädchen: In welchen Berufen sind Lehrlinge besonders gesucht? Welche Ausbildungen haben die größten Zukunftschancen? Für welche neuen Berufe wird eine Lehrausbildung angeboten? Welche Möglichkeiten bieten technische Berufe für Mädchen? Verschiedene Berufe konnten miteinander verglichen und die Jobs vor Ort gleich ausprobiert werden. Abgerundet wurde das Angebot durch eine Beratung der AK Wien, die über die rechtlichen Rahmenbedingungen des Lehrvertrages informierte.

Auszeichnungen für engagierte Lehrbetriebe

Unter dem Motto "Lehrausbildung - ein Vorteil für Ihren Betrieb!" wurden am Abend sechs Lehrbetriebe aus Margareten und Mariahilf für ihr großes Engagement ausgezeichnet. Darüber hinaus informierten die AK Wien, die WK Wien und das AMS über Neuerungen und Förderungen im Bereich der Lehrlingsausbildung, um auch andere Betriebe zu motivieren, wieder verstärkt Lehrlinge einzustellen.

Renate Kaufmann, Bezirksvorsteherin von Mariahilf, präzisierte das Ziel der Veranstaltung: "Das Um und Auf eines attraktiven Wirtschaftsstandortes sind gut ausgebildete Arbeitskräfte. Wien kann dies den Arbeitgebern noch bieten, muss jedoch im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben. Mit unserem 'Berufsinfotag' bitten wir Lehrbetriebe aus dem 5. und 6. Bezirk vor den Vorhang. Sie sollen andere Unternehmer davon überzeugen, wie wichtig es für Wien ist, gute Arbeitskräfte auszubilden."

Jeder der von Bezirksvorsteher Wimmer und Bezirksvorsteherin Kaufmann ausgezeichneten Betriebe bildet seit vielen Jahren Lehrlinge aus. Sie alle bieten Schnuppertage und Praktika an und weisen eine sehr hohe positive Lehrabschlussquote auf.

Aus Margareten stammt die Firma Schiebel Elektronische Geräte, die derzeit acht Lehrlinge als Elektromechaniker für Schwachstrom, Mechatroniker und Bürokaufmann bzw. -frau ausbildet. Bei der ebenfalls in Margareten ansässigen Druckerei Robitschek erlernen vier Lehrlinge den Beruf des Druckers und Druckvorstufentechnikers. Die Firma Christoph Pölzl aus Mariahilf bildet vier Lehrlinge zu Sanitär-und Klimatechnikern sowie Heizungs- und Gas-/Wasserinstallateuren aus. Im 6. Bezirk hat die Thomas Strzalka KFZ einen KFZ-Mechaniker-Lehrling eingestellt und die Firma Wilhelm Neuber¹s Enkel bildet auch 2003 wieder fünf neue Lehrlinge zu Drogisten aus.

Intercoiffeur Werner Pranz aus Margareten wurde ebenfalls ausgezeichnet. Er verriet eines seiner Erfolgsgeheimnisse: "Ich bilde seit 30 Jahren Lehrlinge aus und arbeite gerne mit jungen Menschen. Manchen Kollegen ist das zu mühsam, sie stellen lieber eine fertig ausgebildete Kraft ein. Aber wenn man die Jugend nicht mehr fördert, gibt es in Zukunft keine gut ausgebildeten Fachkräfte. Jugendliche brauchen eine gute Ausbildung und ein wenig Anleitung für das Leben da draußen. Für mich ist es am schönsten, wenn ein Lehrling nach seinem Abschluss bei mir im Salon, sozusagen in der ’Familie¹, bleibt."

Von Initiativen wie dem Berufsinfotag des ID-Netzwerks 5+6 profitieren Jugendliche wie Ausbildungsbetriebe gleichermaßen. In den ID-Netzwerken kooperieren Organisationen, die an der Stärkung der lokalen Arbeitsmärkte in den Bezirken arbeiten. Der waff koordiniert diese Netzwerke. Ein ID-Netzwerk umfasst mehrere Bezirke. Finanziert werden die Netzwerke vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit mit Mitteln der EU.

Fotos zur Veranstaltung stehen unter http://www.interdisk.at (Bereich Presse/Logos und Bildmaterial) zum kostenlosen Download bereit.

Rückfragen & Kontakt:

Michael Musäus
Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff)
Tel.: 01/217 48-469
michael_musaeus@waff.at

Gabriele Frisch
The Skills Group Pro & Co
Tel.: 01/505 26 25-66
gabriele.frisch@skillsproco.com

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