Achleitner: Kinderbetreuungsgeld ist wichtige Maßnahme für bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

OECD-Studie bestätigt die österreichische Vereinbarkeitspolitik durch die hohe Frauenerwerbsquote

Wien, 2003-11-05 (fpd) - Zu den von den Oppositionsparteien und der Arbeiterkammer erhobenen Vorwürfen, es gäbe zu wenig Kinderbetreuungsplätze, stellt die freiheitliche Frauensprecherin, Dipl.-Ing. Elke Achleitner klar, daß die Kinderbetreuungseinrichtungen in den Händen der Ländern liegen. Darüber hinaus würden laut Mikrozensus nicht 90.000 Plätze, wie von der AK fälschlich berichtet, sondern rund 47.800 Betreuungsplätze für Kinder unter 15 Jahren fehlen. ****

"Beim ersten Kinderbetreuungsgipfel mit den Ländern hat Staatssekretärin Ursula Haubner bereits Übereinstimmung erzielt, daß es darum geht, neue, flexible Formen der Kinderbetreuung umzusetzen, die auf Zahl, Alter und regionale Ausrichtung abstellen. Ein erster Ansatz dazu wäre, den in der Mikrozensusumfrage ermittelten Wünschen der Eltern nach flexibleren Öffnungszeiten entgegenzukommen.", erklärt Achleitner.

Auch die Kritik, das Kindergeld würde die Frauenbeschäftigung bremsen, weist die freiheitliche Frauensprecherin entschieden zurück. Denn aus dem OECD-Bericht gehe klar hervor, daß im Ländervergleich Österreich die höchste Frauenbeschäftigung habe. 75 % der Frauen mit Kindern im Kindergartenalter seien berufstätig. "Allein durch die Zuverdienstmöglichkeit hat sich bei den Kindergeldbeziehenden von Jänner bis Dezember 2002 die Zahl derjenigen verdoppelt, die über der Geringfügigkeitsgrenze erwerbstätig sind. Insgesamt war rund ein Viertel der Kindergeldbeziehenden zu Jahresende 2002 im Erwerb", betont Achleitner.

Mit dem Kindergeld würden Eltern erstmals die Wahlfreiheit haben, ihr Kind selbst zu betreuen oder einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen und ihr Kind betreuen zu lassen. "Durch die Zuverdienstmöglichkeit können Frauen in einem aufrechten Arbeitsverhältnis flexibler auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes reagieren. Der Ausstieg ist nicht -wie beim seinerzeitigen Karenzgeld - vorprogrammiert", so Achleitner abschließend. (Schluß)

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