Grüne Wien: RollstuhlfahrerInnen bleiben weiterhin vom Vienna-City-Marathon ausgeschlossen

Wien (Grüne) - Sportsprecher Ellensohn: "Schande für die ‚Sportstadt Wien'"

Die Wiener Grünen kritisisieren, dass
RollstuhlfahrerInnen weiterihin vom Vienna-City-Marathon ausgeschlossen bleiben. "Der Vienna-City-Marathon ist eine hervorragende Veranstaltung. Es geht nicht an, dass RollstuhlfahrerInnen bei einer von der Stadt Wien hoch subventionierten Laufveranstaltung, die auch international Beachtung erlangt, ausgeschlossen bleiben. Und das mit dem fadenscheinigen Argument, der mangelnden Sicherheit der teilnehmenden RollstuhlfahrerInnen", sagt der Sportsprecher der Wiener Grünen, David Ellensohn. Hintergrund der Kritik ist, dass im heutigen Gemeinderatsausschuss für Bildung, Jugend, Soziales, Information und Sport über eine Subvention in Höhe von 127.600 Euro an die VeranstalterInnen des Wien-Marathons 2004 abgestimmt wird.

Bei fast allen renommierten Marathonveranstaltungen rund um den Globus sind RollstuhlfahrerInnen nicht ausgeschlossen. Die ersten zehn Jahre des Marathons hätten RollstuhlfahrerInnen auch in Wien teilnehmen dürfen und laut Aussagen von österreichischen Spitzenathleten war deren Teilnahme damals problemlos. "Der Ausschluss von RollstuhlfahrerInnen von Vienna-City-Marathon ist für die Sportstadt Wien eine Schande. Wenn die VeranstalterInnen logistisch nicht mit der Teilnahme von RollstuhlfahrerInnen zurande kommt, müssen andere VeranstalterInnen gefunden werden", erklärt der Sportsprecher der Wiener Grünen, David Ellensohn.

Die Ankündigungen von Sportstadträtin Laska nach einem Antrag der Grünen im Gemeinderat vergangenen Sommer, der weitere Förderungen dieser Laufveranstaltung von der Teilnahmemöglichkeit für RollstuhlfahrerInnen abhängig machen sollte, Gespräche aufzunehmen, wäre anscheinend nicht ernst gemeint gewesen. "Die Wiener Grünen fordern die Aufteilung der Subvention des Marathons in eine Basisförderung, die beispielsweise 100.000 Euro ausmachen könnte und den Rest von rund 30.000 Euro Zusatzförderung, die beispielsweise für die Teilnahme von RollstuhlfahrerInnen verwendet werden müssen. Deshalb können wir dem Subventionsansuchen in der vorliegenden Form nicht zustimmen", so David Ellensohn abschließend.

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