Wiener Grüne: Reform der Uni-Wien ist "autoritäres Drüberfahren"

Sommer-Smolik: "Immense Machtkonzentration bei Rektor und Dekanen"

Wien (Grüne) - Als "autoritäres Drüberfahren" wertet Claudia Sommer-Smolik, Wissenschaftssprecherin der Wiener Grünen, die Vorgangsweise von Rektor Georg Winckler bei der Umstrukturierung der Universität Wien. Sie bekräftigt damit ihre Kritik an den radikalen Umbauplänen, die unter Ausschluss der Studierenden und des Gros der Lehrenden erarbeitet und lange der Öffentlichkeit vorenthalten wurden.

Diese autoritäre Vorgangsweise lasse auch für die zukünftige Organisation der Universität nichts Gutes erwarten, so Sommer-Smolik. "Hier zeigen sich die Konsequenzen des Universitätsgesetzes 2002, das dem Rektor eine solche Machtfülle zugewiesen hat", verweist Claudia Sommer-Smolik auf die Verantwortung der Bundesregierung: "Bestehende Strukturen ohne vorherige Evaluation zu zerschlagen; gegen den Willen der Menschen, die zusammen arbeiten sollen, auf dem Reissbrett eine neue Organisation zu entwerfen - welche durchdachte Organisationsentwicklung würde so vorgehen?"

Die Abschaffung der Institute und Institutskonferenzen führe zu immenser Machtkonzentration bei Rektor und Dekanen, so Sommer-Smolik weiter. Bei dieser Zentralisierung wie Rektor Winckler von "flachen Hierarchien" zu sprechen, sei deshalb eine Farce. Sommer-Smolik fürchtet vor allem für die bisherigen kleineren Institute, dass die Eigenständigkeit ihrer Forschung und Lehre im großen Apparat der nunmehrigen "Fakultäten" untergehen wird.

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