Bösch: Diskussion über Wehrdienstverkürzung ist purer Populismus

Wien, 2003-11-04 (fpd) - Das freiheitliche Mitglied im Präsidium der Bundesheerreformkommission Klubobmann-Stellvertreter Dr. Reihard E. Bösch äußert sich distanziert zu den heute getätigten Aussagen hinsichtlich einer Wehrdienstverkürzung. "Fakt ist, dass vordergründig aufgabenorientiert gearbeitet werden muss. Dafür ist für das Bundesheer eine klare Prioritätenreihung zu setzen:
· Heimatschutz (Schutz- und Assistenzfähigkeit gegen die neuen Bedrohungen dieser Zeit wie etwa den internationalen Terrorismus oder die illegale Immigration

· Landesverteidigung im herkömmlichen Sinn · Internationale Einsätze

Angesichts der neuen Bedrohungsbilder, sowie des Aufbaues einer gemeinsamen europäischen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik, halte ich die Diskussion über eine Wehrdienstverkürzung zum heutigen Zeitpunkt für puren Populismus und überflüssig. Den Grundgedanken einer Freiwilligenarmee darf man jedoch nicht außer Acht lassen. Dieser Schritt ist allerdings frühestens 2006 erneut zu prüfen. Jetzt muss es vielmehr darum gehen, die derzeitige Situation des Bundesheeres an die heutigen Gefahren anzupassen. Erst dann soll über eine Reform der Wehrdienstzeit nachgedacht werden."
Eine weitere Gefahr sieht Bösch im Hintergrund der Diskussion: "unter dem Deckmantel einer Verkürzung des Wehrdienstes, streben offenbar manche die generelle Abschaffung unseres Heeres an", so Bösch abschließend.
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