MIKESCH/SCHIEFERMAIR: VIER-PARTEIEN-EINIGUNG IST WICHTIGER SCHRITT ZUR CHANCENGLEICHHEIT IM LÄNDLICHEN RAUM

Wien, 4. November 2003 (ÖVP-PK) Frauen im ländlichen Raum kommt eine besondere Bedeutung zu: Sie sind Trägerinnen des sozialen und wirtschaftlichen Lebens und stehen vor der Herausforderung, Beruf, Familie und Engagement für die Gemeinschaft miteinander zu verbinden. Ziel muss es sein, die Chancengleichheit im ländlichen Raum auf eine breitere Basis zu stellen. Die heutige Vier-Parteien-Einigung im Landwirtschaftsausschuss ist daher als ein wichtiger Schritt zur Chancengleichheit von Frauen und Männern im ländlichen Raum zu sehen. Das erklärten heute, Donnerstag, die beiden ÖVP-Abgeordneten Herta Mikesch und Notburga Schiefermair. Es sei notwendig, Frauen im ländlichen Raum, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen, ihre Bedürfnisse und ihrer Leistungen "sichtbar zu machen", so die Abgeordneten weiter. ****

Mit dem Entschließungsantrag soll eine den Gegebenheiten des ländlichen Raums entsprechende Kinderbetreuung (z.B. durch Kindergärten, Tagesmütter oder den Ausbau der Nachmittagsangebote an Schulen) gefördert werden. "Der Bildung als beste Frauenförderung kommt ein besonderer Stellenwert zu", freut sich Mikesch. So sollen unter anderem Maßnahmen zur Stärkung des Interesses von Mädchen für neue bzw. frauenuntypische Berufsfelder und spezielle Aus- und Weiterbildungsprogramme für Frauen im ländlichen Raum unterstützt werden. Auch die Sicherung der Lebensqualität älterer Frauen soll durch Angebote von Projekten, welche die Qualifikation und das erworbene Wissen der älteren Menschen zur Integration in den Arbeitsmarkt nützen, gefördert werden.

Vorgesehen ist auch die Förderung von Frauen als Meinungsbildnerinnen und Entscheidungsträgerinnen in regionalen Entwicklungsprozessen und eine Berücksichtigung der Gleichstellung von Frauen und Männern bei der Vorbereitung, Durchführung und Bewertung bei allen von den EU-Strukturfonds kofinanzierten Maßnahmen, erläuterte Schiefermair.

Beide Abgeordneten erinnerten abschließend daran, dass schon seit langem für die Chancengleichheit von Frauen und Männern intensiv gearbeitet werde: So würden beispielsweise die Förderbestimmungen das Gebot der Gleichbehandlung beinhalten. Weiters sei eine Reihe von Maßnahmen getroffen worden, die durch ihre grundsätzliche Ausrichtung vor allem den Frauen auf dem Land Entwicklungsmöglichkeiten bieten, verwiesen die Abgeordneten unter anderem auf das Programm für Entwicklung des Ländlichen Raums.
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