Kräuter zu Böhler-Uddeholm-Verkauf: Corporate-Governance-Regeln gebrochen

"Unvereinbarkeit ist klar gegeben!"

Wien (SK) Heftig reagiert SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter auf ein Fernsehinterview von Veit Schalle im Vorfeld der heutigen ÖIAG-Aufsichtsratssitzung, in welcher dieser klar sein Interesse für den 25-Prozent-Staatsanteil an der Böhler-Uddeholm ausdrückte. "Rewe-Chef Veit Schalle sitzt im ÖIAG-Aufsichtsrat und zugleich auch in der am 25 Prozent Böhler-Anteil der ÖIAG interessierten österreichischen AIM-Investoren-Gruppe", so Kräuter. ****

Der SPÖ-Abgeordnete verweist auf den österreichischen Corporate Governance Kodex, der vom Regierungsbeauftragten Schenz für den Kapitalmarkt ausgearbeitet wurde: "Ich empfehle Veit Schalle die Lektüre des Punktes 44, der wie folgt lautet:
'Aufsichtsratsmitglieder dürfen bei ihren Entscheidungen keine eigenen Interessen oder die ihnen nahe stehender Personen oder nahestehender Unternehmen verfolgen, die im Widerspruch zu den Interessen des Unternehmens stehen, oder Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, an sich ziehen'."

Für den SPÖ-Rechnungshofsprecher steht fest, dass hier ein "Fall von Unvereinbarkeit" vorliegt und rund um die Privatisierung von Böhler Uddeholm die Fortsetzung des "industriepolitischen Dilettantismus und der Günstlingswirtschaft" droht. "Die SPÖ wird im morgigen Ständigen Unterausschuss des Rechnungshofausschusses betreffend Grasser-Privatisierung diese weitere Ungeheuerlichkeit genauestens überprüfen", so der SPÖ-Abgeordnete abschließend. (Schluss) wf/mp/mm

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