Die Seebühne ist nicht Haiders private Spielwiese!

Aus welchem Topf bezahlt Haider den neuen Seebühnen-Intendanten Zanella? Wer steckt hinter der Kärntner Privatstiftung?

Klagenfurt (SP-KTN) – Jörg Haiders Selbstinszenierungstrieb ist grenzenlos. Auf dem Rücken der Kärntner Kulturschaffenden führt Haider seine neueste Posse auf: Die Bestellung Renato Zanellas als Intendant für die Seebühne. „Wer steckt hinter dem Hauptsponsor? Woher nimmt Haiders ominöse Kärntner Privatstiftung die Mittel? Ich frage mich, wieso Haider es nötig hat, einen Ballett-Chef für eine Musicalbühne aus Wien zu holen, wenn wir einen international anerkannten Intendant – Pflegerl – im Land haben“, ist sich SP-LAbg. Nicole Cernic sicher, dass der nächste Seebühnen-Flop vorprogrammiert ist.

Haider missbraucht die Seebühne für seine eigenen Zwecke. Wieso wurde beispielsweise die Intendanz nicht ausgeschrieben? Woher fließen die kolportierten 8.000 Euro Monatsgehalt für Zanella? Und welche Rolle spielt die Cine Culture Carinthia in der ganzen Sache? Die SPÖ fordert von Haider alle undurchsichtigen Vorgänge sofort offenzulegen. Vor aber fordert die SPÖ auch, im Sinne der Kärntner Touristiker, alle geplanten Projekte auf der Seebühne auf den Tisch zu legen, damit diese ihre Sommerangebote entsprechend vermarkten können.

Die Undurchsichtigkeiten gehen aber noch weiter. Wieso hat Haider Zanella nach Kärnten geholt, wenn dieser mit seinen beiden Ballett-Aufführungen (Schwanensee und Amadee) kaum Erfolg hatte und Haider in letzter Minute – um eine gähnend leere Seebühne zu vermeiden – Gratis-Karten verteilen musste. „Die Leute wollen Qualität und keine aufgewärmten Produktionen vorgesetzt bekommen, vor allem nicht bei einem Kartenpreis von rund 80 Euro!“, erinnert Cernic an die heurige Spielsaison, die man kaum als Erfolg bezeichnen kann.

Zu einer Zeit, wo die Vorbereitungen für die nächste Spielsaison eigentlich auf Hochtouren laufen müssten, weiß man noch nicht einmal, wer mit welchem Stück die Seebühne 2004 bespielen wird! „Das ist grob fahrlässig! Für ein Qualitäts-Musical müsste im November mindestens die Besetzungsliste stehen, geschweige denn das Stück ausgewählt sein“, hakt Cernic nach. Kärnten braucht in der Kulturpolitik Kontinuität und keine ständigen Rösselsprünge Haiders. (Schluss)

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