Über 60.000 Jugendliche in Österreich ohne Job - 10.000 davon in Niederösterreich

Steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Löhne.

Wien (AKNÖ) - „Die Politik hat dafür zu sorgen, dass alle lehrstellensuchenden Jugendlichen einen Ausbildungsplatz finden und arbeitslosen Jugendlichen vielfältige Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen“, fordert AKNÖ-Präsident Josef Staudinger angesichts der aktuellsten Arbeitsmarktdaten. Seit Oktober 2000 hat sich die Zahl der Lehrstellensuchenden in Niederösterreich fast verdoppelt, von 649 im Okt. 2000 auf 1.140 Ende Oktober 2003. Hinzu kommen noch 8.418 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahre, die arbeitslos sind oder sich in Schulungen für Arbeitslose befinden. Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen in Niederösterreich inklusive der Personen die an Schulungen teilnehmen von Okt. 2002 bis Okt. 2003 um 2,7% auf 39.967 gestiegen. In diesen Zahlen sind viele MaturantInnen und UniversitätsabsolventInnen, die einen Job suchen nicht inkludiert. Auf Grund der aussichtslosen Lage am Arbeitsmarkt studieren diese Personen oft weiter. Die Folge: Sie sind damit nicht beim AMS gemeldet und werden nicht in die Arbeitslosenstatistik eingerechnet.

Einstiegsgehälter der Jugendlichen immer niedriger „Die miserable Arbeitsmarktlage drückt auch auf die Löhne jener jungen Menschen, die nach der erfolgreicher Ausbildung in die Arbeitswelt einsteigen“, kommentiert AKNÖ-Präsident Josef Staudinger die aktuellen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Einstiegsgehälter der jugendlichen ArbeitnehmerInnen sinken massiv. Die kürzlich veröffentlichte Einkommensanalyse für das 2002 der Niederösterreichischen Arbeiterkammer zeigt, dass Jugendliche 2002 Reallohneinbußen von durchschnittlich 2% hinnehmen mussten. „Gleichzeitig profitieren die Unternehmer von den sinkenden Löhnen der jüngeren ArbeitnehmerInnen“, kritisiert AKNÖ-Präsident Staudinger.

Pensionsreform blockiert Jugendlichen den Zugang zum Arbeitsmarkt Neben wirtschaftspolitischer Tatenlosigkeit der Bundesregierung bekommen die Jugendlichen auch die Auswirkungen der heuer beschlossenen Pensionsreform zu spüren. Viele ältere ArbeitnehmerInnen müssen nun länger arbeiten. Bei anhaltend schwacher Konjunktur wird dadurch der Arbeitsmarktzugang für Jüngere blockiert – die Aussichten für jugendliche ArbeitnehmerInnen sind und bleiben damit auch für das Jahr 2004 trist. Darüber hinaus muss ein Teil der durch die Pensionsreform geplanten Budgeteinsparungen für höhere Arbeitslosengelder und Schulungsgelder aufgewendet werden.

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