ÖGJ-Eder: Jugendarbeitslosigkeit ist ein Armutszeugnis für diese Regierung

Eder: "Schüssel ist zynisch und realitätsfern"

(ÖGJ/ÖGB). "Das überdurchschnittliche Ansteigen der Jugendarbeitslosigkeit ist ein Armutszeugnis für diese Regierung", kommentiert Jürgen Eder, der Bundesvorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), die Ausbildungs- und Beschäftigungspolitik der Bundesregierung. Die Oktoberdaten zur Arbeitslosigkeit zeigen ein Ansteigen der Jugendarbeitslosigkeit um 6,3 Prozent. Angesichts der stetig steigenden Jungendarbeitslosigkeit fordert die ÖGJ sowohl Sofortmaßnahmen als auch langfristige Reformen. Die im heutigen Ministerrat zu diesem Thema getätigten Äußerungen von Bundeskanzler Schüssel ("Wir haben eingehalten, was wir zugesagt haben") bezeichnete Eder als "zynisch" und "realitätsfern".++++

Für Lehrstellensuchende müssten Alternativen zu den fehlenden Lehrstellen in den Betrieben geschaffen werden. "Die Jugendlichen dürfen nicht in kurzfristige Übergangskurse abgeschoben werden, die vor allem zur Verschönerung der Arbeitslosenstatistik dienen, sondern müssen eine qualitative und zukunftsorientierte Ausbildung erhalten, die bis zum Lehrabschluss führt", so Eder. Die Regierung solle Jugendlichen, die in der Wirtschaft keine Lehrplätze finden, wieder Ausbildungsplätze in Stiftungen zur Verfügung stellen, fordert die ÖGJ. Langfristig führe aber "kein Weg daran vorbei, dass sich alle Betriebe an der Finanzierung der Berufsausbildung über einen Ausbildungsfons beteiligen", so Eder abschließend. (bm)

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