Lichtenegger: Gleichstellung von FH- und Uni-Absolventen dringend erforderlich

"Erst die A-Wertigkeit von FH-Absolventen im öffentlichen Dienst würde die Diskriminierung beseitigen"

Wien, 2003-11-04 (fpd) - "Seit Einführung der Fachhochschulen im Jahre 1994 wurden ca. 8.000 Akademiker ausgebildet. Derzeit studieren in Österreich ungefähr 22.000 junge Männer und Frauen an Fachhochschulen, jeder zehnte Studierende ist also FH-Student", stellte heute der freiheitliche Jugend- und Generationssprecher Abg. Elmar Lichtenegger fest.****

"Der hohe Ausbildungsstand und die Motivation der Absolventen stellt ein Humankapital dar, das die Wirtschaft bereits im höchstem Maße nutzt. Das Fachhochschulstudiengesetz und der auf Hochschulniveau basierende Ausbildungsstand bewirken eine von der Politik bewußt gewollte Konkurrenz zwischen FH- und Uni-Absolventen", betonte Lichtenegger.

"Im Gegensatz zur Wirtschaft, wo FH- und Uni-Absolventen gleiche Einstiegschancen vorfinden, hat jedoch der öffentliche Arbeitgeber bisher keine (mit Ausnahme von Kärnten) besoldungs- und dienstrechtliche Gleichstellung von FH-Absolventen ermöglicht. Dies stellt eine Diskriminierung von FH-Absolventen dar und bedeutet auch eine Gefahr für den öffentlichen Dienst, hervorragend ausgebildete zukünftige Führungskräfte, die die Reform im öffentlichen und halböffentlichen Bereich mittragen könnten, für immer zu verlieren", kritisierte Lichtenegger.

"Das Berufsfeld von den technisch ausgebildeten Akademikern ist zwar nicht primär die öffentliche Verwaltung, jedoch ist eine A-Wertigkeit für FH-Absolventen von Studiengängen im Bereich Sozial-, Human- oder allgemeinen Verwaltungsmanagement, die speziell als Führungskräfte für öffentliche Institutionen ausgebildet werden, von existentieller Bedeutung," sagte Lichtenegger. "Ohne diese Gleichstellung laufen diese Studiengänge Gefahr auszusterben und es geht sogar soweit, daß Absolventen dieser Studiengänge ihren Beruf in der vorgesehenen Führungsposition gar nicht ausüben können bzw. nach vier Jahren hartem Studium wie Maturanten eingestellt werden", kritisierte Lichtenegger.

"Während der Bund und andere Länder in diesem Bereich säumig sind, ist im fortschrittlichen Kärnten die Gleichstellung von FH- und Uni-Absolventen im öffentlichen Dienst bereits gesetzlich verankert", lobte Lichtenegger.

"Mir als Jugend- und Generationssprecher der FPÖ ist es wichtig, daß viele junge Absolventen, die sich für ein FH- anstatt eines Uni-Studiums entschieden haben, unter anderem weil ihnen 1994 von Rot und Schwarz gesagt wurde, daß ihre Ausbildung gleich viel Wert wie eine Uni-Ausbildung ist, nicht enttäuscht werden. Deshalb fordern wir vehement eine Chancengleichheit, egal welche berufliche Karriere die Absolventen anstreben. Diese kann nur durch eine umgehende gesetzliche Änderungen im Dienst- und Besoldungsrecht beim Bund und in den Ländern, wie sie in Kärnten bereits beschlossen wurde, erfolgen", betonte Lichtenegger.

"Wir werden einen entsprechenden Antrag im Parlament einbringen, die notwendigen Gesetzesänderungen mit den anderen Parteien diskutieren und eine Lösung, die zu einer Gleichstellung im öffentlichen Dienst von FH- und Uni-Absolventen führt, anstreben", hielt Lichtenegger abschließend fest. (Schluß)

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