Haubner: Entsolidarisierung der ÖBB trifft Pendler, Schüler und Lehrlinge

Wien, 2003-11-04 (fpd) - Unverständnis löst der ÖBB-Streik bei der geschäftsführenden Obfrau der FPÖ, Staatssekretärin Ursula Haubner, aus: "Die ÖBB-Gewerkschaft streikt nicht für die Gleichstellung aller ÖBB-Bediensteten oder die Gleichstellung mit anderen Arbeitnehmern, sondern wegen der Abschaffung von längst fälligen Sonderrechten in den höheren Etagen." Haubner meint das durchschnittlichen Pensionsalter von 52,2 Jahren, "von dem viele nur träumen können". Das beweise auch die Tatsache, dass von 43.000 Mitarbeitern nur 12 älter als 60 Jahre seien. 6,30 Millionen Überstunden, aber ein durchschnittlicher Krankenstand von 70 Arbeitstagen bei den über 50jährigen ÖBB-Bediensteten seien in der heutigen Arbeitsmarktsituation nicht nachvollziehbar. ****

"Wenn die ÖBB-Gewerkschaft in ihren Reihen beispielhaft mit dem Privilegienabbau beginnen würde, dann könnten sie sich einen Streik ersparen", so Haubner "und es könnten jene profitieren, die fleißig und unermüdlich Tag und Nacht ohne Privilegien bei den ÖBB ihren Dienst versehen."

"Der ÖBG trifft mit diesem Streik für die Fortführung von Privilegien die Stammklientel, die jeden Tag pünktlich zur Arbeit fährt, ebenso Schüler und Lehrlinge. Durch Subventionen des Bundes für den Ökobonus und die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt werden auch öffentliche Mittel in Millionen-Euro-Höhe verschwendet", so Haubner.

350.000 ÖBB-Kunden könnten an Streiktagen sehen, wo sie bleiben, das sei für ein Wirtschaftsunternehmen, als das sich die ÖBB immer ausgibt, völlig unhaltbar. Abgesehen von den Staus und Verkehrsrisiken würden auch Frauen, die viel Umweltbewusstsein bei der Wahl ihrer Verkehrsmittel entwickelt hätten, unverhältnismäßig hart betroffen. Wenn an Streiktagen 136.000 Schüler und Lehrlinge auf der Straße stünden, sei das ein Faktum, das auch die Kinderbetreuung für berufstätige Eltern zu einem Problem mache.

"Die Menschen einfach auf der Straße auszusetzen, nur um Privilegien zu retten, wird den ÖBB niemand mehr abnehmen", ist Haubner überzeugt, "denn einen Staat im Staate als Insel der Privilegien darf es in einer Solidargemeinschaft nicht mehr geben."

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