Gehrer: Nachhaltige Qualitätssicherung im Mittelpunkt

2003 und 2004: 12 Mio. € zusätzlich für Fachhochschulen

Wien (OTS) - Die Erfolgsstory Fachhochschule geht ins zehnte Jahr:
7.500 Absolventen seit dem Start in Österreich, 22.100 Studienplätze in mehr als 130 Studiengängen im Studienjahr 2003/04, davon 7.400 Anfängerstudienplätze. Diese dynamische Entwicklung im Bereich des Fachhochschulwesens erfordert besondere Bedachtnahme auf Qualitätssicherung. "Bei der FHStG-Novelle, die heute im Wissenschaftsausschuss des Parlaments behandelt wird, steht daher die nachhaltige Sicherung der Qualität im Mittelpunkt. Gleichzeitig wird das Budget der Fachhochschulen deutlich aufgestockt. Zusätzlich zu den 2003 budgetierten 107 Mio. € erhalten die Fachhochschulen heuer weitere 2 Mio. € und 2004 zusätzliche 10 Mio. €. Insgesamt stehen damit heuer 109 Mio. € und im kommenden Jahr 117 Mio. € zur Verfügung", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer heute vor dem Ausschuss.

Wie bei den vollrechtsfähigen Universitäten sollen auch im Fachhochschulbereich die einzelnen Erhalter von Fachhochschul-Studiengängen und Fachhochschulen primär für die Qualitätssicherung verantwortlich sein. Um dies zu unterstreichen, soll durch die Novelle jeder Erhalter dazu verpflichtet werden, ein eigenes - seinen jeweiligen Bedürfnissen gerecht werdendes -Qualitätsmanage-mentsystem zu etablieren. Gleichzeitig wird die Position des Fachhochschulrates, der bereits bisher zentrale Aufgaben im Bereich der Qualitätssicherung wahrgenommen hat, zusätzlich dadurch unterstrichen, dass seine Verantwortung zur Gewährleistung von Standards für die Durchführung von Evaluierungen eindeutig klargestellt wird. Mit der Schaffung der gesetzlichen Grundlagen für Doppel-Diplomprogramme leistet die Novelle einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung des Fachhochschulsektors.

Ebenfalls im heutigen Ausschuss behandelt wird der Bericht des Fachhochschulrates über seine Tätigkeit im Jahr 2002, das durch einen intensiven Aus- und Aufbau gekennzeichnet war. So wurde im Herbst 2002 mit 1.359 neuen Anfängerstudienplätzen der bislang größte Zuwachs an Fachhochschul-Studienplätzen geschaffen. Möglich wurde dies vor allem durch das vom Bildungsministerium initiierte Programm "600plus". Dadurch konnte nicht nur das Plansoll des FH-Entwicklungsplans II für 2004/05 (21.000 Studierende, davon 6.000 Studienanfänger) bereits im Herbst 2003 erreicht und sogar übertroffen werden. Auch das Ziel, dass bis zum Jahr 2005 das Verhältnis zwischen Studienanfängerinnen und Studienanfängern an Fachhochschulen und Universitäten 1:3 betragen soll, konnte deutlich früher erreicht werden.

Für die strategische Entwicklung bis 2010 laufen derzeit im Bildungsministerium in Kooperation mit dem Fachhochschul-Rat und der Fachhochschul-Konferenz unter Einbindung der Länder die Arbeiten zum FH-Entwicklungsplan III. Dabei stehen die qualitative Konsolidierung, die verstärkte Integration der Fachhochschulen in den Europäischen Hochschulraum und die Weiterentwicklung von der studiengangsbezogenen Förderung zur Erhalterförderung im Zentrum. Ein entsprechender Vortrag an den Ministerrat soll Mitte Dezember vorliegen. "Gleichzeitig wird mit Unterstützung einer Unternehmensberatung die Kostenstruktur der Fachhochschulen untersucht. Auf Basis dieser Ergebnisse soll, wie im Regierungsprogramm vorgesehen, von dem derzeitigen System der Förderung pro Studiengang auf das System der Erhalterförderung umgestaltet werden. Das gibt den Fachhochschulträgern mehr Möglichkeiten zur flexibleren Gestaltung und Planung und sie können freier wirtschaften", so Gehrer abschließend.

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