FP-Madejski: Freiheitliche lehnen Verkehrsmasterplan 2003 ab

Wien, 04.11.03 (fpd) – Verkehrsprecher LAbg. Dr. Herbert Madejski legte heute im Rahmen der gemeinderätlichen Debatte zum Verkehrsmasterplan 2003 die Standpunkte der Freiheitlichen vor.

Die aktuellen ÖSAG-Untersuchungen zur S 1 (Nordostumfahrung) zeigen, dass die von der Stadt forcierte Variante über das Flugfeld Aspern mit 8.000 und Essling mit 15.000 Fahrzeugen täglich mehr belasten würde als die Trasse außerhalb der Stadtgrenze. Für das Flugfeld, das mit der U 2-Verlängerung und der B 3d aufgeschlossen wird, hat die FPÖ ein innovatives Besiedlungskonzept ausgearbeitet. Neben einer maßvollen Erweiterung des Betriebsbaugebietes soll der “Thermenpark Aspern“ entstehen, ein modernes Thermenzentrum und grüne Wohnsiedlungen mit direktem U-Bahnanschluss.

Unter dem Flugfeld liegt ein Thermalwassersee mit einer Temperatur 150 Grad. Diese Ressource ist die Basis für ein zweites Thermenzentrum in Wien. Der Heißwassersee kann auch für die Beheizung der Wohnsiedlungen und Betriebe genutzt werden. Daneben bietet das 1,7 Mio. m² große Areal Platz für 250 Kleingärten, 300 Gartensiedlungsparzellen sowie 600 Reihen- und Einfamilienhäuser.

Beim U-Bahnausbau sehen die Freiheitlichen Forderungen so aus:

1. Die U 1 soll mit einem Splitting in Höhe Troststraße einerseits über Per-Albin-Hansson-Siedlung südlich von Rothneusiedl bis zur Leopoldsdorfer Straße und andererseits über den neuen Stadtteil “Monte Laa“ zum Kurpark und Thermenzentrum Oberlaa geführt werden.

2. Von der Endstelle in Stadlau/Aspern ist die Weiterführung der U 2 in einem Zug bis Hirschstetten gefordert. Weitere Fixpunkte sind die Anbindung des Asperner Flugfeldes und Esslings. Dies kann mit einem Schwenk von Hirschstetten oder durch ein Splitting der U 2 in Stadlau gesichert werden, wobei ein Ast nach Essling und der andere über Hischstetten nach Süssenbrunn geführt würde. Die Verlängerung der U 2 nach Süden soll in der nächsten Ausbauphase erfolgen.

3. Verlängerung der U 3 über Kaiserebersdorf bis nach Schwechat
4. Verlängerung der U 4 über einen Knotenpunkt mit der Westbahn bei der Station “Wolf in der Au“ bis Auhof
5. Bau der U 5 vom Schottentor in den Raum Neuwaldegg
6. Verlängerung der U 6 bis Mödling und eventuell nach Klosterneuburg

Das Ziel der Radverkehrsplanung, den Anteil bis 2008 auf 8 Prozent zu verdoppeln, ist für Madejski unrealistisch. Der Radfahreranteil am Gesamtverkehr ist seit 1993 (3 Prozent) kaum gestiegen. In den Bezirken 1-9 ist der Anteil von 1 auf 4 Prozent gestiegen, in den Außenbezirken von 6 auf 3 Prozent gesunken. Das Rad ist für Madejski nur für die Innenbezirke eine Alternative.(Schluß)am

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