Grüne/Mandak: Kindergeld ersetzt nicht fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen

Säumigkeit der Regierung nicht mit internationalen Statistiken beschönigen

Wien (OTS) "Auch wenn in Österreich mehr finanzielle Unterstützung für Kleinkinder bezahlt wird als in anderen OECD-Länder, bleibt die Tatsache, dass Tausende Kinder dringend einen Betreuungsplatz benötigen würden," so die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak, als erste Reaktion auf den von Staatssekretärin Haubner heute präsentierten OECD-Bericht zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Grünen teilen nicht die Auffassung von Staatssekretärin Haubner und der OECD, die Subventionen zur Kinderbetreuung direkt an die Eltern und nicht an die DienstleistungserbringerInnen zu bezahlen. "Was haben die Eltern davon, wenn sie das Geld erhalten, es aber nicht genügend Betreuungseinrichtungen gibt," fragt Mandak. "Wie die derzeitige Situation in Österreich beweist, wäre es die dringlichste Aufgabe der Regierung, endlich genügend Angebote zur Kinderbetreuung zur Verfügung zu stellen und nicht immer nur zu blockieren und die Verantwortung allein auf die Eltern abzuwälzen".

Nahezu paradox ist für Mandak die Behauptung, dass Österreich die höchste Frauenerwerbsquote hätte. "Alle skandinavischen Länder und sogar Portugal und Großbritannien liegen in den Internationalen Vergleichen vor Österreich. Haubner sollte sich mit den Statistiken ernsthafter auseinandersetzen und die Situation der Frauen am Österreichischen Arbeitsmarkt nicht beschönigen," fordert Mandak.

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