Arbeitslosigkeit in NÖ. nur durch verstärkte Aktivitäten des AMS NÖ fast auf Vorjahresniveau

Wien (OTS) Obwohl die Konjunkturflaute nach wie vor erhebliche negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat, konnte der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich im Laufe des heurigen Jahres merklich verlangsamt werden: So waren Ende Oktober beim AMS NÖ insgesamt 33.214 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 240 (od. 0,7 %) mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Österreichweit stieg die Arbeitslosigkeit zum Monatsende im Vergleich zum Vorjahr um 10.120 (od. 4,7 %) auf insgesamt 223.634. Den größten Anstieg aller Bundesländer verzeichnete Wien mit + 8.777 (od. + 12,8 %).

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit kann somit heuer in NÖ nur durch eine neuerliche Ausweitung der Aktivitäten des AMS NÖ in Grenzen gehalten werden. Die Statistik bezieht nämlich jene Arbeitslosen nicht mit ein, die an Schulungsmaßnahmen teilnehmen. Ende Oktober 2003 befinden sich in NÖ insgesamt 6.753 Personen in Schulung, um 804 (od. 13,5 %) mehr als im Vorjahr. Österreichweit stehen insgesamt 43.926 Personen in Schulung, um 1.585 (od. 3,7 %) mehr als Ende Oktober 2002.

Regional betrachtet steigt die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Bezirken Hollabrunn (+ 194 od. + 23,1 %), Tulln (+ 175 od. + 9,3 %), Wr. Neustadt (+ 160 od. + 5,1 %) und Korneuburg (+ 112 od. + 9,6 %). In St. Pölten (- 337 od. - 8,7 %), Neunkirchen (- 176 od. 7,8 %) und Baden (-133 od. - 4,0 %) hingegen ist sie im Jahresvergleich zum Teil stark rückläufig.

Steigende Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen und Lehrstellensuchenden

Trotz der rege in Anspruch genommenen AMS NÖ-Förder- und Qualifizierungsoffensive - Ende Oktober waren insgesamt knapp 2.400 Jugendliche in Maßnahmen des AMS NÖ - steigt die Arbeitslosigkeit der 15 bis unter 25-Jährigen nach wie vor überdurchschnittlich: Ende Oktober waren insgesamt 6.029 Personen unter 25 Jahre arbeitslos vorgemerkt, um 532 oder 9,7 % mehr als im Vorjahr.

Darüber hinaus spitzt sich auch die Lage auch am Lehrstellenmarkt zu. Ende Oktober beträgt die rechnerische Lücke zwischen dem Lehrstellenangebot (286) und der lehrstellensuchenden Jugendlichen (1.140) in NÖ. über 850. "Das AMS NÖ hat jedoch bereits Vorkehrungen getroffen, um die erwarteten Probleme am Arbeitsmarkt für Jugendliche zu minimieren", betont AMS NÖ-Chef Werner Homrighausen, " denn zum Unterschied zu den Vorjahren können wir heuer und auch in den nächsten Jahren mit keiner demographischen Entlastung rechnen. So stehen heuer mit 900 Lehrgangsplätzen um 300 mehr als im Vorjahr zur Verfügung. Auch bei den Jugendlichen konnte die Kapazität für 2004 um rund 50 % erhöht sodass knapp 1.900 Ausbildungsplätze für das kommende Jahr zur Verfügung stehen werden."

Kein Rückgang der Arbeitslosigkeit in NÖ. abzusehen

Die noch immer andauernde Krise auf dem (nieder)österreichischen Arbeitsmarkt hat sich entgegen den anfänglichen Prognosen als äußerst schwer und hartnäckig erwiesen. Die Erwartungen, dass nach einem eher kurzfristigen Einbruch alsbald wieder ein kräftiger Aufschwung einsetzen werde, haben sich leider nicht erfüllt. Die Arbeitslosenquote wird heuer in NÖ 6,9 % der unselbständigen Erwerbspersonen und im kommenden Jahr 7,0 % erreichen.

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