Transitalarm - Aufwachen, Herr Landeshauptmann Pröll! Fasan: "LH Pröll schwänzt Transitgipfel mit Gorbach"

St Pölten (Grüne) - "Der LKW-Transit muss nachhaltig verringert werden", an dieses Zitat aus dem Wahlprogramm der Volkspartei erinnert der Verkehrssprecher der NÖ Grünen, Martin Fasan. Alle Landeshauptleute in Österreich laufen gegen den Transitvertrag Sturm. Blockaden, Nachfahrverbot, Sperre der Europabrücke und viele andere Ideen werden derzeit diskutiert. "Nur Landeshauptmann Pröll taucht unter. Der Verkehrsgipfel bei Gorbach findet ohne LH Pröll statt. Pröll war bisher nur beim Verkehrsminister, um neue Transitautobahnen für den LKW-Transit nach NÖ zu bekommen", so Fasan.

Spätestens seit dem Jahr 2000 zeichnet sich ab, das es keine Verlängerung des Transitvertrages in wirksamer Form mehr geben werde. Seit Jahren fordern die Grünen innerösterreichische Maßnahmen wie verstärkte Kontrollen und Nachtfahrverbote. Denn nur wenn Österreich aus sich heraus konkrete Anti-Transit-Maßnahmen setzt, wird auch auf der europäischen Ebene sichtbar, wie dramatisch die Situation tatsächlich ist.

In Niederösterreich werden momentan mehrere Transitautobahnen geplant: die Nordautobahn A5 von Eibesbrunn bis zur Grenze nach Drasenhofen als Teil der Achse Wien-Brünn-Danzig; der Autobahn-Ring um Wien S1; die Weinviertelautobahn von Stockerau bis zur Grenze nach Kleinhaugsdorf als Teil der Achse Wien - Prag - Graz - Zagreb; die sog. Marchfeldautobahn mit einer Querung über die March, um Wien mit dem gerade entstehenden Industriepark im Norden von Bratislava zu verbinden; die sog. Traismauerautobahn zwischen Grafenwörth und Traismauer.

Fasan: "Im Gegensatz zu den Landeshauptmännern von Tirol und Salzburg, fuhr unser Landeshauptmann Erwin Pröll (gemeinsam mit BM Hubert Gorbach) nur nach Brüssel um dort für die oben genannten Verkehrswege die Werbetrommel zu rühren. Möglichst viele dieser Routen sollen in die Liste der von der EU geförderten TEN-Strecken (transeuropäische Netze) aufgenommen werden. TEN-Strecken sind Verkehrswege von internationaler Bedeutung und daher reine Transitstrecken, für deren Errichtung es Förderungen von der EU gibt." Sollten die geplanten Strassen gebaut werden, so wäre nach Ansicht der Grünen die Transitsituation im Osten Österreichs sehr bald gleich der im Westen unseres Landes.

Eine aktuelle Untersuchung des VCÖ zeigt, dass Transit-Lkw im Vorjahr 780 Millionen Kilometer auf Österreichs Straßen zurückgelegt haben. Dabei wurden die Abgase von rund 185 Millionen Liter Diesel in die Luft geblasen. Die Grünen erneuern ihre Forderung nach Schaffung der Querfinanzierung von Schienenprojekten aus den Einnahmen der LKW - Maut! "Notfalls müssen Straßenprojekte zurückgestellt werden, ein funktionierendes Kontrollnetz muss absolute Priorität haben", so der Grüne Verkehrsprecher abschließend.

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