Über gentechnikfreie Landwirtschaft soll Volk entscheiden

Abstimmung über AKW-Zwentendorf als Vorbild

Klagenfurt, 2003-11-04 (fpd) Das morgige 25-Jahrjubiläum der Zwentendorf-Volksabstimmung sollte dazu genützt werden, zu überlegen, ob nicht auch die Einführung einer "gentechnikfreien Zone Österreich" basisdemokratisch von Frau und Herrn Österreich entschieden werden solle, fordert der freiheitliche Umweltsprecher im Kärntner Landtag, Johan A. Gallo.

Die Parallelen zur seinerzeitigen Zwentendorf-Diskussion wären unverkennbar und sogar die EU-Kommission hält es hinsichtlich der Koexistenz von gentechnisch veränderten Kulturen mit konventionellen und ökologischen Produktionsformen für sinnvoll, den einzelnen Mitgliedsstaaten die Entscheidung über geeignete Maßnahmen zu überlassen.

Das knappe "Nein" vom 5. November 1978 und der nachfolgende Verzicht auf die friedliche Nutzung der Atomkraft in Österreich, war rückblickend - denken wir nur an Tschernobyl 1986 - eine weise Entscheidung zugunsten eines gesünderen Lebens. Weder wurde der technische Fortschritt behindert, noch gab es die, wie damals ebenso gerne prophezeite, Energieversorgungskatastrophe. Jedoch wurde der Weg zu einer innovativen Weiterentwicklung nach natürlicher und einheimischer Energieformen nachhaltig geebnet und Österreichs Abhängigkeit vom Ausland gemindert.

Waren sich beim Atommeiler Zwentendorf Experten wie Gelehrte alles andere als einig, gilt das heute für den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft. Gallo abschließend: "Es fehlt an genügend Erfahrungen, über Langzeitfolgen herrscht totale Unkenntnis und rechtlich tun sich täglich neue Probleme auf. Daher ist der klassische Weg, das Volk direkt entscheiden zu lassen, der einzig gangbare. Schließlich sind es die Menschen, die auch die Folgen zu tragen hätten!"

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ-Landtagsklub
Landhaus
Tel. 0463/513272

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0001