267.560 Arbeitsuchende im Oktober: Tumpel verlangt JETZT Wachstumspolitik für mehr Beschäftigung

30.000 zusätzliche Arbeitsplätze sind möglich, wenn die Regierung schnell handelt

Wien (AK) - Jetzt zusätzliche Mittel für eine Steuersenkung bei den kleinen und mittleren Einkommen und Investitionen in Straße und Schiene, statt Maßnahmen, die, wenn überhaupt, erst in ein paar Jahren greifen, verlangt AK Präsident Herbert Tumpel. "267.000 Menschen suchen in Österreich jetzt Arbeit", sagt Tumpel, "daher muss die Regierung jetzt handeln - von Maßnahmen, die vielleicht 2006 wirken, hat jetzt kein Arbeitsuchender was." Ausreden auf die internationale Konjunktur lässt Tumpel nicht gelten. Eine neue Wifo-Studie im Auftrag der AK zeigt: Wenn die Regierung jetzt zwei Milliarden Euro in eine Steuersenkung bei den kleinen und mittleren Einkommen investiert und eine Milliarde in die Infrastruktur, bringt das sehr rasch 30.000 Arbeitsplätze zusätzlich. "Bei einem Höchststand an Arbeitsuchenden frage ich mich worauf die Regierung noch wartet", sagt Tumpel. Hart ins Gericht geht der AK Präsident mit den Maßnahmen des Konjunkturpaketes für die Jungen. Gerade bei den Jungen ist die Arbeitslosigkeit mit 6,3 Prozent erneut überdurchschnittlich gestiegen. "Die Modularisierung der Lehre ist ein Ansatz, löst aber das drängende Problem der 39.000 arbeitslosen Jugendlichen nicht", sagt Tumpel, "und dass die Regierung 5.500 Lehrgangsplätze im Auffangnetz bewilligt, wo wir mindestens 7.000 Plätze brauchen, ist nicht mehr als Alibi." ****

Exakt 223.634 Personen waren im Oktober arbeitslos. Zusätzlich 43.926 Personen sind in Schulung (3,7 Prozent mehr als im Vorjahr) und suchen auch Arbeit. 267.560 Arbeitsuchende im Oktober bedeuten gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 11.705 Personen oder 4,57 Prozent. Schlimmer noch bei den Jungen: Im Oktober waren 39.137 unter 25-Jährige arbeitslos - um 1.010 mehr als im September und um 6,3 Prozent mehr als im Vojahr.

Gerade für die Jungen sei das so geannnte Konjunkturpaket der Regierung nicht mehr als Alibi, sagt Tumpel. "Die Jungen brauchen wieder Chancen auf dem Arbeitsmarkt", sagt der AK Präsident, "wenn die Wirtschaft immer nur nach Fachkräften schreit, aber nichts für die Ausbildung tut, hilft auch eine Modularisierung der Lehre allein nichts." Und eine Verlängerung der 5.500 Lehrgangsplätze im Auffangnetz ist zu wenig, damit alle Jungen zu ihrem Recht auf Ausbildung kommen - dafür werden zumindest 7.000 Plätze notwendig sein.

Ausreden auf die Internationale Konjunktur lässt Tumpel nicht gelten. "Es ist die österreichische Regierung, die in der Wachstumspolitik versagt", sagt der AK Präsident. Das bestätigt die OECD in ihrem jüngstem Bericht, das zeigt auch die Konjunkturprognose der EU-Kommission, wonach die Arbeitslosigkeit in Österreich deutlich stärker steigt als in den anderen EU-Ländern. Dass es die Regierung in der Hand hat und immer gehabt hat für mehr Beschäftigung und Wachstum zu sorgen, belegt eine neue Wifo-Studie im Auftrag der AK. Zwei Milliarden Steuerentlastung für kleine und mittlere Einkommen und eine Millarde öffentliche Investionen in die Infrastruktur bringen sehr rasch Arbeit für zusätzlich 30.000 Personen. "Und das ist es, was jetzt zählt, was ich von der Regierung verlange", sagt Tumpel, "alles tun für mehr Arbeit."

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