AMS verdoppelt Ausbildungslehrgänge für Lehrstellensuchende

Zwei von drei Jugendlichen finden nach dem Lehrgang einen Lehrplatz - Erste Lehrgänge bereits Mitte Oktober gestartet - Vorbereitungskurse für 4.000 Jugendliche

Wien (OTS) - Zur Unterstützung der jugendlichen Lehrstellensuchenden am angespannten Lehrstellenmarkt hat das Arbeitsmarktservice (AMS) ein neues Förderpaket geschnürt. Für Jugendliche, die keinen Lehrplatz finden, wird das AMS die Zahl der Ausbildungslehrgänge, die im Rahmen des Jugendausbildungssicherungsgesetzes (JASG) umgesetzt werden, auf insgesamt 5.500 Plätze aufstocken und damit gegenüber den rund 3.000 Plätzen im Vorjahr beinahe verdoppeln. Für die Ausbildungslehrgänge und die Vorbereitungsmaßnahmen für Jugendliche stehen insgesamt rund 38 Millionen - zur Verfügung. Drei Viertel der Kosten zahlt das AMS, ein Viertel wird von den Bundesländern getragen.

Der Großteil der Lehrgangsplätze wird in den Bundesländern Wien (2.400 Plätze), Steiermark (856 Plätze), Niederösterreich (763 Plätze) und Oberösterreich (648 Plätze) eingerichtet, da dort die Situation am Lehrstellenmarkt am angespanntesten ist. Von den insgesamt 5.500 Plätzen im Ausbildungsjahr 2003/2004 werden die ersten 4.500 Ausbildungslehrgänge im Zeitraum Mitte Oktober 2003 bis Mitte November 2003 starten, die restlichen Plätze werden etappenweise bis Jänner 2004 eingerichtet. Die zeitliche Staffelung des Ausbildungslehrgangsstartes ist deshalb sinnvoll, weil eine große Anzahl von Jugendlichen über die Vorbereitungskurse, in die die Jugendlichen noch vor dem Einstieg in den Lehrgang kommen, einen Lehrplatz am ersten Arbeitsmarkt finden.

4.000 Plätze in den Vorbereitungskursen

80 bis 90 Prozent der Jugendlichen, die beim AMS als lehrstellensuchend vorgemerkt sind, besuchen einen Vorbereitungskurs (Dauer: 4-6 Wochen). Die Jugendlichen erhalten dort Unterstützung bei der Berufsorientierung und Bewerbung sowie die Möglichkeit zur Berufsvorbereitung, wie Praktikas und Schnuppermöglichkeiten in verschiedenen Betrieben. Ein Drittel der TeilnehmerInnen findet in dieser Zeit einen Lehrplatz am ersten Arbeitsmarkt. Die übrigen TeilnehmerInnen, die in dieser Zeit keinen Lehrplatz gefunden haben, werden in die Ausbildungslehrgänge aufgenommen.

Lehrgänge sind Mix aus Theorie und Praxis

Die Lehrgänge bestehen zu 40 Proeznt aus Theorie (Berufsschule und Unterricht durch Ausbildner des Schulungsträgers) und zu 60 Prozent aus praktischem Unterricht. Diesen erhalten die Jugendlichen in den Lehrwerkstätten des Schulungsträgers und durch Praktikas, die sie direkt in Betrieben absolvieren. Die Praktikas in Betrieben (durchschnittliche Dauer 6 bis 8 Wochen) werden von den Schulungsträgern organisiert. Die Betriebe haben durch das Praktikum die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zu erproben. Betriebe, die Praktikas anbieten, benötigen eine Lehrausbildungsberechtigung.

Zwei von drei Jugendlichen finden nach dem Lehrgang einen Lehrplatz

Der Ausbildungslehrgang dient als Sprungbrett in den Arbeitsmarkt. Zwei von drei Jugendlichen finden bereits während des Lehrgangs oder nach Abschluss des Ausbildungslehrgangs einen Lehrplatz. Die Ausbildung im Lehrgang wird den Jugendlichen auf die Lehrzeit angerechnet.

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