Kronberger begrüßt Gusenbauers "späte, aber richtige Einsicht"

Transitfrage erfordert "Allianz der Vernunft"

Wien (OTS) - EU-Abgeordneter Dr. Hans Kronberger begrüßt den jüngsten Vorschlag von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer, in der Transitfrage eine Delegation aus Vertretern der Bundesländer, der Bundesregierung und der vier Parlamentsparteien nach Brüssel zu entsenden, als "späte, aber richtige Einsicht". Dass eine solche gesamtösterreichische "Allianz der Vernunft" erst im allerletzten Moment möglich werde, sei der einzige Wermutstropfen, so Kronberger. Lediglich unter den österreichischen EU-Politikern habe im Transitstreit schon längst Einigkeit geherrscht.

Kronberger: "Gusenbauer soll nun alle Möglichkeiten nutzen, die sozialistischen Regierungschefs noch zum Überdenken ihrer Positionen zu bewegen. Wenn er es ernst meint, wird er alles tun, um seinen Kollegen Gerhard Schröder und natürlich Joschka Fischer so weit wie möglich auf unsere Seite zu bringen. Das wäre ein außenpolitischer Erfolg, den ich nicht nur Österreich, sondern auch ihm neidlos gönnen würde."

Auf jeden Fall, so der Abgeordnete, sei Gusenbauers Angebot weitaus konstruktiver als etwa die in den letzten Tagen beobachtete Tendenz, die Transitnotlage Österreichs für Schuldzuweisungen zu nützen. Kronberger: "Solange eine Schlacht nicht endgültig geschlagen ist, soll man gemeinsam kämpfen und nicht untereinander"; letzteres sei kontraproduktiv und unfair. (Schluss)

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