Zehn Jahre "Intrada" in Österreich 1: zweiteilige Jubiläumssendung

Wien (OTS) - Die Ö1-Sendereihe "Intrada - Österreichische Solisten, Dirigenten und Ensembles" wird zehn Jahre alt. In einer zweiteiligen Jubiläumssendung am 7. und am 14. November kommen Gäste aus dem ersten "Intrada"-Jahr zu Wort. Unter anderen sprechen Till Fellner, Fabio Luisi, Franz Welser-Möst und Angelika Kirchschlager über ihre Karrieren, anhand von Einspielungen wird ihre musikalische Entwicklung dokumentiert.

Mit "Intrada" sollte ein vielfältiges österreichisches Musik-Magazin entstehen. Und von Anfang an war klar, dass jungen Musikerinnen und Musikern eine ganz gewichtige Rolle zukommen müsste. Seit zehn Jahren werden in "Intrada" - immer freitags um 10.05 Uhr in Ö1 - aktuelle Themen aus dem österreichischen Musikleben aufgegriffen und Musikerporträts präsentiert, wobei in der Regel eher jüngere oder noch wenig bekannte Musiker im Mittelpunkt stehen.

Am 5. November 1993 um 10.05 Uhr ging "Intrada" erstmals auf Sendung. Wenige Wochen zuvor hatte der Pianist Till Fellner in der Schweiz den "Clara Haskil Preis" gewonnen, und das bedeutete, dass dem jungen Musiker der Durchbruch zur internationalen Karriere gelungen war. Und damit hatte auch "Intrada" einen effektvollen Einstieg: Der Pianist Till Fellner und seine Perspektiven, das war das erste Thema der Sendung.

In der sechsten Intrada-Sendung war eine "lyrische Mezzo-Sopranistin" zu Gast, deren Namen man damals noch kaum kannte:
Angelika Kirchschlager. Fünf Tage zuvor hatte sie im Grazer Meerscheinschlössl ein erstes großes Lied-Recital gestaltet. Angelika Kirchschlagers Rollengestaltung des Oktavian im "Rosenkavalier" im Grazer Opernhaus hatte für diesen Debüt-Liederabend Interessantes erwarten lassen. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Und in "Intrada" wurden ganz aktuell Ausschnitte aus diesem Konzert präsentiert. Im Gespräch verriet Angelika Kirchschlager, wie wichtig ihr dieser Auftritt gewesen sei und welch große Bedeutung der Liedgesang neben der Oper für sie habe. Und sie fieberte ihrem Debüt an der Wiener Staatsoper entgegen.

Dann kam der Sommer 1994. Man hörte, dass der junge österreichische Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra, Franz Welser-Möst, Gefahr laufe, in den Mühlen des Musiklebens der riesigen Stadt London zerrieben zu werden. Doch Welser-Möst ließ sich nicht zerreiben. Er beschloss, in gewisser Weise "noch einmal anzufangen". Als designierter musikalischer Leiter des Opernhauses Zürich nahm er sich vor, das Musiktheater-Repertoire systematisch in allen Facetten und Ausprägungen intensiv zu erarbeiten, ohne auf das Konzert-Dirigieren zu verzichten. Nicht weit von Zürich - im Bregenzer Festspielhaus - hatte Fabio Luisi in diesem Sommer 1994 eine wichtige Opernpremiere zu leiten. Für Luisi wurde die Aufführung der Oper "Francesca da Rimini" von Riccardo Zandonai zu einem großen persönlichen Erfolg. In "Intrada" erzählte er kurz danach über seine Erfahrungen im internationalen Opernbetrieb und über seine ehrgeizigen Pläne für das Tonkünstlerorchester Niederösterreich, zu dessen Chefdirigent er kurz zuvor ernannt worden war.

Im Juli 2003 gewann das "Eggner Trio" aus St. Florian einen ersten Preis in Melbourne - bei einem Kammermusik-Wettbewerb mit hohem internationalen Ansehen. Was wird man 2013 über diesen Erfolg und seine Nachwirkungen sagen können? Oder über die Pianistin Anika Vavic, die zu den "Rising Stars" dieses Jahres zählt. Im Moderationstext am 5.11.1993 hieß es: "In der Art einer musikalischen ‚Intrada' wollen wir neugierig machen auf das, was sich so alles entwickelt." Das hat sich auch 2003 nicht geändert.

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