Kossina: Wien hat Vorreiterrolle beim Klimaschutz

350 Experten bei IPCC-Tagung in Wien

Wien (OTS) - "Klimaschutz ist eine globale Aufgabe", betonte Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina anlässlich eines Empfangs für die 350 Teilnehmer an der 21. Sitzung des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) Montagabend im Rittersaal des Wiener Rathauskellers: "Es ist aber klar, dass jeder von uns einen Teil dieser Aufgabe zu erfüllen hat. Wien stellt sich dieser Herausforderung seit Jahren und hat eine Vorreiterrolle im Klimaschutz übernommen." Noch bis Freitag diskutieren 350 Experten aus aller Welt, darunter IPCC-Chairman Dr. Rajendra K. Pachauri, UNEP-Direktor Dr. Klaus Töpfer und dem zukünftigen WMO-Generalsekretär Michel Jarraud, in Wien neueste Forschungsergebnisse, die den Einfluss des Menschen auf den Klimawandel zum Gegenstand haben.***

IPCC: UNO-Plattform für Klimaforschung

Das IPCC mit Sitz in Genf wurde 1988 von der World Meteorological Organization (WMO) und dem United Nations Environment Programme (UNEP) als Reaktion auf den möglichen globalen Klimawandel ins Leben gerufen. Seither bietet es eine objektive Basis, die wissenschaftliche, technische und sozioökonomische Informationen bewertet, um die Risiken und Folgen des menschlichen Einflusses auf das globale Klima abschätzen zu können.

Ehrgeiziges Ziel für Wiener KLiP

"Mit dem Klimaschutzprogramm (KLiP) hat sich Wien zum Ziel gesetzt, die Treibhausgase auf Basis 1990 bis 2010 um 14 Prozent zu reduzieren", erläuterte die Umweltstadträtin das "ehrgeizige Ziel" der Umweltmusterstadt Wien. 36 Einzelmaßnahmen wurden dafür ausgearbeitet, so Kossina, davon seien schon viele umgesetzt:

o So konnte seit 1996 die Brennstoffnutzung in den Wiener Kraftwerken durch Kraft-Wärme-Kupplungen auf durchschnittlich 70 Prozent gesteigert werden. Einen Spitzenwert (86 %) erreicht dabei das Kraftwerk Donaustadt. Durch diese Effizienzsteigerung wurde eine Reduktion der jährlichen CO2-Emissionen um 400.000

Tonnen erreicht.
o Um 200.000 Tonnen konnte der jährliche CO2-Ausstoß durch

Maßnahmen im Wohnbereich gesenkt werden: dazu zählen die thermisch-energetische Wohnhaussanierung (Thewosan) ebenso wie

verpflichtende Niedrigenergiestandards im Neubausektor.
o Die in Wien vorhandenen Fernwärmeanschlüsse "ersparen" der

Atmosphäre jährlich ca. 700.000 Tonnen CO2-Emissionen, die durch ölbeheizte Wohnungen und Betriebe entstehen würden.

Kossina: "Wien geht den im KLiP eingeschlagenen Weg konsequent weiter." So senke das neue Biomassekraftwerk den CO2-Ausstoß ab 2006 um 144.000 Tonnen pro Jahr. Die geplante Biogas Wien und die MVA Pfaffenau, die 5.300 Haushalte mit Strom und 12.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen wird, seien "weitere Meilensteine, um das KLiP-Ziel zu erreichen".

Infos zum KLiP: http://www.wien.gv.at/umwelt/klimaschutz/klip/

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