Stubenvoll: Podiumsdiskussion war ein Beispiel gelungener Selbstvertretung

Diskussion zum "Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung"

Wien (SPW-K) - Die persönlichen Anliegen von Menschen mit Behinderungen standen Ende der Vorwoche bei der Podiumsdiskussion "Besachwalterung und Selbstbestimmung - ein Widerspruch?" im Mittelpunkt. Geladen hatte "Vienna People First - gemeinsam ans werk", eine Selbstvertretungsgruppe für Menschen mit einer Lernbehinderung, die mit der Unterstützung des Vereins für Sachwalterschaft und Patientenanwaltschaft sowie des Vereins "Jugend am Werk", die Veranstaltung organisierte.

Moderiert von Andreas Oechsner, Leiter des Zentrums für Kompetenzen und Vorsitzende der Interessensvertretung behinderter Menschen in Wien, stellten sich am Podium die Fachärztin und Gutachterin Dr. Martha Brenneis, der Obmann der Fachgruppe Außerstreit- und Familienrecht der Vereinigung der österreichischen Richter, Mag. Franz Mauthner, die Landeskoordinatorin für Wien des Vereins für Sachwalterschaft und Patientenanwaltschaft, Mag. Dorothea Gschöpf, sowie der Vorsitzende von "Vienna People First - gemeinsam ans werk", Thomas Weissenbacher, den Fragen des Publikums.

Die Zweite Wiener Landtagspräsidentin und Vorsitzende des Vereins "Jugend am Werk", Prof. Erika Stubenvoll, strich in ihren Begrüßungsworten die Bedeutung dieser Veranstaltung hervor: "Gerade im heurigen Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen ist es notwendig, dass behinderte Menschen in verstärktem Maße Möglichkeiten erhalten, ihre Anliegen selbständig vorbringen zu können. Mit der Organisation der Podiumsdiskussion leistet die Selbstvertretungsgruppe "Vienna People First - gemeinsam ans werk" dazu einen wichtigen Beitrag und spricht einen Themenkomplex an, der für viele Menschen mit Behinderung von zentraler Bedeutung ist."

Im Anschluss wurde in der Diskussion eine zentrale Forderung der behinderten Menschen deutlich: das Instrument der Sachwalterschaft nicht als reine Kontrollinstanz, sondern als Hilfestellung für ein größtmögliches Maß an Selbständigkeit zu verstehen. Für Prof. Stubenvoll ist es dabei von besonderer Bedeutung, dass auch in Zukunft Menschen mit Behinderungen ihre Wünsche persönlich vorbringen können: "Veranstaltungen wie diese Podiumsdiskussion fördern die Selbständigkeit als Grundlage für ein unabhängiges und erfülltes Leben und bewirken, dass sich die Gesellschaft verstärkt mit den Bedürfnissen behinderter Menschen auseinandersetzt. Selbstvertretungsgruppen wie jene der "People First" - Bewegung bieten dafür die notwendige Unterstützung und erfüllen damit eine wichtige Funktion im Rahmen einer bedarfsorientierten Politik für Menschen mit Behinderung. Diese Entwicklung gilt es zu fördern, damit die Stadt Wien auch in Zukunft ihrer Vorreiterrolle in der Behindertenpolitik gerecht wird!" (Schluss)

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