Umweltdachverband: Gemeinsam für atomkraftfreie Zukunft kämpfen!

25 Jahre nach Zwentendorf muss das Ziel heißen: Aus für die Atomenergie in ganz Europa!

Wien (OTS) - Am 5. November 1978 entschied sich die
österreichische Bevölkerung in einer Volksabstimmung mit 50,5 % gegen die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf und damit auch gegen die Verwendung der Atomenergie. Die Volksabstimmung und das darauffolgende Atomsperrgesetz sorgten dafür, dass das AKW Zwentendorf, das weltweit einzige fertiggestellte Atomkraftwerk ist, das niemals in Betrieb genommen wurde. Ein Beispiel, das leider zu wenig Schule machte - denn 25 Jahre später ist das Thema Atomkraft immer noch nicht vom Tisch.

"Das maßgebliche Match spielt sich heute in Europa ab", sagt Mag. Franz Maier, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes. Am Beispiel Atomhaftung betrachtet: Derzeit findet im Europa-Parlament die 2. Lesung zur geplanten Richtlinie Umwelthaftung statt. Ziel dieser Richtlinie ist es, einen Rahmen für die Vermeidung bzw. die Behebung von Umweltschäden zu schaffen; bitterer Wermutstropfen: die Atomhaftung wird dabei ausgeklammert. "Ein Skandal, denn damit droht ein Freibrief für die Atomenergie!", wettert Maier und appelliert namens des Umweltdachverbandes anlässlich des Zwentendorf-Jubiläums neuerlich an alle Abgeordneten des Europäischen Parlaments, insbesondere an die österreichischen, kompromisslos für die Atomhaftung zu kämpfen!

Das zweite Thema von eminenter Bedeutung für Europa ist der EURATOM-Vertrag. Auch hier darf es keine Zugeständnisse geben -spätestens 2007 muss Schluss sein für EURATOM! "Das Ziel Österreichs bei den Verhandlungen über eine europäische Verfassung muss die Auflösung des EURATOM-Vertrages sein, Österreich muss seine Zustimmung zur neuen EU-Verfassung daran koppeln", fordert Maier.

Energiesparen forcieren und Erneuerbare stärken

Österreich war in Sachen Ablehnung der Atomenergie Pionier - und zwar schon lange vor Tschernobyl. Als Konsequenz aus dem Verzicht auf Kernenergie wurde schon damals das Energiesparen unter dem Motto "Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde muss nicht erzeugt werden!" thematisiert. Das ist heute aktueller denn je. "Es braucht einen neuen Anlauf in Richtung Energiesparen und Energieeffizienz - und auch die Erneuerbaren müssen weiter gestärkt werden", appelliert Maier.

Vor einem Vierteljahrhundert hat Österreich der Atomkraft eine Absage erteilt. Diese atomkritische Haltung gilt es gerade jetzt auch nach außen zu tragen. "Wir müssen europaweit gemeinsam für eine atomkraftfreie Zukunft kämpfen - an vorderster Front die heimischen PolitikerInnen und VetreterInnen der weichenstellenden Gremien!", fordert Maier abschließend.

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