SPÖ Kärnten sieht Streik bei ÖBB als gerechtfertigt

SP-Chef Peter Ambrozy fordert ein Abrücken von den ÖBB-Reformplänen der Regierung

Klagenfurt (SP-KTN) - Es geht um Zehntausende ÖBB-Bedienstete. Das sollte sich die Regierung zu Herzen nehmen, wenn sie ständig von der ÖBB-Reform redet und die diversen Zahlen präsentiert, wo Einsparungen möglich sind und welche Strukturen geschaffen werden sollen. "Wir sollten auf unsere Bahn stolz sein. Deswegen befürwortet die SPÖ Kärnten den morgigen Streik, der dazu führen soll, dass die Regierung sich endlich ernsthaft mit der Gewerkschaft zusammensetzt und eine zukunftsweisende Reform auf die Beine stellt", fordert Ambrozy im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt echte statt Scheinverhandlungen. Nur beim Personal zu sparen und Tausende Arbeitsplätze abzubauen kann keine Weichenstellung für die Zukunft sein.

Es gelte den Reformwillen der Eisenbahner zu nutzen, der ohnehin gegeben sei. Nur darf es zu keiner Verschlechterung für die Bediensteten kommen. "Es ist ein Skandal, wenn in bestehende Dienstverträge eingegriffen wird und viele Eisenbahner mit kleinen Einkommen draufzahlen", sieht Ambrozy eine Gefahr, dass die Einkommen der ÖBB-Bediensteten gekürzt werden. Ein weiterer Punkt ist, dass die Bahn nicht nur für die Bediensteten sondern vor allem für die Fahrgäste da ist. Hier könnte es zu massiven Teuerungen der Fahrpreise bis zu 30% kommen. Ein gesunder Wirtschaftsstandort braucht aber eine intakte Infrastruktur - und dazu gehört eben ein funktionierender öffentlicher Verkehr. (Schluss)

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