GLASER: ÖBB-STREIK SCHADET BAHNKUNDEN UND UNTERNEHMEN GLEICHERMAßEN

Wien, 3. November 2003 (ÖVP-PK) Völlig unverständlich ist für den burgenländischen ÖVP-Abg. Franz Glaser der für morgen angekündigte Streik der ÖBB-Bediensteten. "Ein Streik richtet sich nicht nur gegen die burgenländischen Pendler und Bahnkunden, sondern auch gegen das Unternehmen ÖBB selbst", sagte Glaser, der dem Verkehrsausschuss des Nationalrats angehört, heute, Montag. ****

Ein Streik führe dazu, dass die Konkurrenten der ÖBB im öffentlichen Verkehr gestärkt werden. Es sei daher nicht verwunderlich, wenn Busverbindungen und Privatbahnen wie beispielsweise die Raab-Ödenburger-Ebenfurther-Bahn in den Vordergrund rücken. "Der Gewerkschaft muss klar sein, dass sie mit ihrer Aktion die Konkurrenzfähigkeit und Marktposition ihres Arbeitgebers bewusst schwächt", so Glaser weiter.

Das Nein der Gewerkschaft zur notwendigen Bahn-Reform sei auch gleichbedeutend mit einem Nein zur Eindämmung der Kostenlawine und einem Nein zu den unternehmerisch notwendigen Investitionen ins Schienennetz. "Nur ein flexibles, modernes und bedarfsorientiertes öffentliches Verkehrssystem ist aber in der Lage, die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung nachhaltig zu erfüllen", betonte Glaser.

BURGENLÄNDER LEISTEN JÄHRLICH 140 MILLIONEN EURO ZUR ÖBB-DEFIZITABDECKUNG

"Das Burgenland braucht mehr Bahn, und es braucht eine bessere Bahn. Streiks sind genau das verkehrte Mittel, um dieses Ziel zu erreichen", sagte Glaser. "Die Bürger unseres Bundeslandes steuern jährlich mehr als 140 Millionen Euro zur Abdeckung des ÖBB-Defizits bei. Das sind umgerechnet zwei Milliarden Schilling. Aber gerade im Burgenland bekommt man wegen des ausgedünnten Streckennetzes besonders wenig Gegenwert für diese Steuerleistung." Für das Burgenland sei der Streik auch aus diesem Blickwinkel heraus besonders unverständlich.
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