Gewerkschaft Metall-Textil stellt sich voll hinter die Kampfmaßnahmen der Eisenbahner

Eingriff in privatrechtliche Dienstverträge mit Rechtsstaat nicht vereinbar

Wien (GMT/GdE/ÖGB) Der Zentralvorstand der Gewerkschaft Metall -Textil erklärte sich in seiner Sitzung am 3. November 2003 solidarisch mit der Gewerkschaft der EisenbahnerInnen. Wir befürworten alle Aktionen der Eisenbahnergewerkschaft, die sich gegen die Zerschlagung ihres Unternehmens und gegen unzumutbare Eingriffe ins Dienstrecht richten, heißt es.++++

Die Gewerkschaft Metall - Textil verwehrt sich vor allem gegen die Pläne der Bundesregierung, die massive Eingriffe in die Dienstverträge der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner vorsehen. Verträge müssen in einem Rechtsstaat wie Österreich für beide Teile Gültigkeit haben. Wenn die Regierung vor hat, Verträge aus ideologischen Gründen zu verändern, dann könnten auch die Kollektivverträge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Gefahr sein.

Die Gewerkschaft Metall - Textil wird die EisenbahnerInnen im Kampf gegen die unsozialen, ungerechten Pläne der Regierung unterstützen, genau so wie die EisenbahnerInnen beispielsweise im Kampf gegen die Privatisierung der Voest mit Metallern Seite an Seite gekämpft haben. Das Land und die Menschen brauchen, gerade angesichts der bevorstehenden Herausforderungen durch die EU-Erweiterung, eine starke Bahn, die alle Menschen gleichermaßen gut versorgt und die den Beschäftigten gute, sozial abgesicherte Arbeitsplätze bietet. Das heimische Eisenbahnnetz muss daher ausgebaut werden, anstatt in rentable und weniger rentable Teile zerstückelt zu werden.

ÖGB, 3. November 2003
Nr. 908

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