FP-Madejski(1): Freiheitliche lehnen Verkehrsmasterplan 2003 ab

Falsche Weichenstellungen im Straßen-, U-Bahnbau und Radverkehr

Wien, 03.10.03 (fpd) – Verkehrsprecher LAbg. Dr. Herbert Madejski legte heute im Rahmen eines Pressegespräches die Standpunkte der Wiener Freiheitlichen zum Verkehrsmasterplan 2003 vor, der morgen im Gemeinderat zur Beschlussfassung ansteht. Schwerpunktmäßig wird die Trassenplanung für die S 1 (Nordostumfahrung) beleuchtet, wo die FPÖ andere Vorstellungen als die Wiener Stadtplanung hat.

Die ÖSAG-Untersuchungen, die zwei der ursprünglich fünf Varianten behandeln, bestätigen diese Haltung. Bei der von der Stadt forcierten Variante über das alte Flugfeld würden nämlich Aspern mit 8.000 und Essling gar mit 15.000 Fahrzeugen täglich mehr belastet werden als bei der Trasse an der Stadtgrenze, so Madejski. Insgesamt würde die Stadt Wien-Trasse täglich 26.000 Autos mehr in diesem Bereich bedeuten. Die 3. Autobahn durch den 22. Bezirk würde die Lebensqualität der mehr als 60.000 Bewohner der Bereiche Aspern, Breitenlee, Essling und Neu-Essling drastisch mindern.

Das von Stadtrat Schicker immer wieder gebrachte Argument, dass bei der Außenvariante mehr Anrainer betroffen wären, ist schlicht und einfach unrichtig. Nicht nur, dass die Schicker-Trasse auch bei Nichtbesiedlung des Flugfeldes weit mehr Anrainer in Mitleidenschaft ziehen würde, seien ja auch am Flugfeld Ansiedlungen im großen Stil direkt neben der Autobahn geplant.

Für das Flugfeld Aspern, das ja mit der U 2-Verlängerung und der B 3d als Spange zwischen der S 1 und der verlängerten Südosttangente aufgeschlossen wird, hat die FPÖ ein innovatives Besiedlungskonzept ausgearbeitet. Neben einer maßvollen Erweiterung des Betriebsbaugebietes nördlich des Opel-Austria-Geländes soll der “Thermenpark Aspern“ entstehen. Ein modernes Thermenzentrum mit direktem U-Bahnanschluss und die umliegende “Thermensiedlung“ würden eine massive Aufwertung von Ost-Donaustadt bedeuten.

Unter dem Flugfeld liegt ein riesiger Thermalwassersee, der schon in den 70er-Jahren Gegenstand von eingehenden Untersuchungen war. Ein chloridhaltiges Grundwasservorkommen in einer Tiefe von etwa 2400 bis 3000 Meter wurde dabei festgestellt. Das Wasser weist eine Temperatur von ca. 150 Grad auf. Eine Schüttung von weit über eine Million Liter pro Tag kann dabei ohne Probleme erreicht werden.

Diese Ressource soll die Basis eines zweiten Thermenzentrums in Wien darstellen. Der Heißwassersee kann zudem für die kostengünstige Beheizung der umliegenden Wohnsiedlungen und Betriebe herangezogen werden. Daneben bietet das 1,7 Mio. m² große Areal Platz für 250 Kleingärten, 300 Gartensiedlungsparzellen, 600 Reihenhaus- und Einfamilienhausgrundstücke sowie für umweltschonende Dienstleistungs-und Technologiebetriebe. Etwa 4000 Menschen kann im Nahbereich des Thermenzentrums, großzügiger Grünflächen und der U-Bahn eine exzellente Lebensqualität geboten werden. (Forts.)

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