China beabsichtigt enger mit den UN-Menschenrechtsinstitutionen zu kooperieren

Ferrero-Waldner überreicht Menschenrechtshandbuch an chinesischen Aussenminister

Peking, 3.November 2003 (OTS) Nach ihren Gesprächen mit Aussenminister Li Zhaoxing sagte Ferrero-Waldner heute in Peking – wie dies auch letzte Woche beim EU-China Gipfel zur Sprache kam -, dass Österreich als EU Mitgliedsland den bestehenden Menschenrechtsdialog mit China begrüsst. „Er ermöglicht als zentrales Kommunikationsmedium in Bezug auf die Menschenrechte nicht nur eine konstruktive Debatte wesentlicher allgemeiner Menschenrechtsthemen mit China, sondern hat auch die Erörterung konkreter Fälle individueller Menschenrechtsverletzungen erleichtert. Ich begrüße in diesem Zusammenhang die Ankündigung Chinas, enger mit den UN-Menschenrechtsinstitutionen zu kooperieren“, sagte die Aussenministerin.

Für Ferrero-Waldner muss die Achtung der Menschenrechte auf
lokaler und nationaler Ebene beginnen und der gemeinsame Nenner bildet ein solides Wissen über die Menschenrechte. Nach Auffassung der Aussenministerin wird es daher immer wichtiger, dass eine möglichst breite Bevölkerungsschicht und insbesondere alle Akteure des öffentlichen Lebens über eine gute Kenntnis der Menschenrechte verfügen. „Ein wichtiges Instrument dafür ist die Menschenrechtserziehung, für deren Förderung ich mich in allen Bereichen der Politik und Gesellschaft in Österreich aber auch international einsetze“, sagte Ferrero-Waldner.

Menschenrechtserziehung war daher auch ein designierter
Schwerpunkt des österreichischen Vorsitzes im Rahmen des Netzwerks Menschliche Sicherheit 2002-2003. Als konkretes Ergebnis des österreichischen Vorsitzes wurde ein weltweit einsetzbares Handbuch zur Menschenrechtserziehung entwickelt. Es ist für eine Vielzahl von Zielgruppen, vor allem aber für Jugendliche, Militär und Polizei, anwendbar. Derzeit arbeitet das Netzwerk menschlicher Sicherheit im Rahmen der Vereinten Nationen intensiv an der weltweiten Verbreitung dieses grundlegenden Lehrbehelfs.

Aussenministerin Ferrero-Waldner überreichte heute ihrem chinesischen Amtskollegen Li Zhaoxing ein englisches Exemplar dieses Menschenrechtshandbuches, gemeinsam mit einem Trainingsprogramm für die Achtung von Kinderrechten in Konflikt- und Post Konfliktsituationen, das ebenfalls von den Ministern des Netzwerks menschlicher Sicherheit heuer in Graz verabschiedet wurde mit den Worten: „Es ist mir eine große Genugtuung, dass das Handbuch neben anderen Weltsprachen unter Mitwirkung der Universität Peking derzeit auch ins Chinesische übersetzt wird“ (Schluss).

Bilder dazu sind abrufbar unter: http://www.aussenministerium.at (Aktuelles - Fotos - Fotodienst)

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