Das Rezept soll zum Chefarzt, nicht der Patient

Verwaltungsratspräsident Frad begrüsst die Initiative der Gesundheitsministerin zur Abschaffung der Chefarztpflicht in der derzeitigen Form

Wien (OTS) - Gemeinsam mit der Geschäftsführung will der Präsident des Verwaltungsrates im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Herwig Frad, rasch Wege suchen, den Vorstoss von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat - die Bewilligungspflicht für besonders teure Medikamente im Sinne der Patienten zu vereinfachen bzw. überhaupt abzuschaffen - umzusetzen. Frad: "Der Hauptverband soll in der Öffentlichkeit nicht das Bild einer konservativen Organisation, der bürokratische Regelungen wichtiger sind als Ergebnisse, hinterlassen". Faktum ist, so der Präsident des Verwaltungsrates, dass die kassenärztliche Bewilligung von Medikamenten in der derzeitigen Form nicht mehr im Interesse der Versicherten ist. Faktum ist aber auch, so Frad, weiter, dass gerade die besonders teuren Medikamenten für den enormen Kostenanstieg im Heilmittelbereich verantwortlich sind.
Derzeit benötigen die Patienten für rund 1.800 Medikamente eine sogenannte chefärztliche Genehmigung. Pro Jahr handelt es sich dabei um rund 5 Millionen Rezepte.
Frad: "Es ist mehr als entwürdigend, wenn sich ein Versicherter als Bittsteller um die Bewilligung für das jeweilige Rezept bemühen muss. Stundenlange Anfahrtszeiten und oft lange Wartezeiten sind damit verbunden und nicht mehr zumutbar".
Gemeinsam mit dem Präsidenten der Pharmig, der Vereinigung der pharmazeutischen Unternehmen, Ulrich H. Bode, hat Frad schon in seiner ersten Amtsperiode als Verwaltungsratspräsident des Hauptverbandes, Initiativen in Richtung Abschaffung der Chefarztpflicht unternommen. Weg von bürokratischer Kontrolle zu selbststeuernden Systemen ist das erklärte gemeinsame Ziel.

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