Tumpel: 100.000 Plätze für Nachmittagsbetreuung schaffen!

Wien (AK) - "In den nächsten 10 Jahren müssen an Volksschulen 100.000 Ganztags-Plätze geschaffen werden", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. "Ministerin Gehrer kündigt im Aktionsplan für Bildung, Ausbildung und für die Jugend zwar vollmundig den Ausbau der Nachmittagsbetreuung an, allerdings fehlen konkrete Schritte in diese Richtung", sagt Tumpel. Nur knapp 6 Prozent aller Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren können in Österreich Gebrauch von einem ganztägigen Betreuungsangebot machen. Nach einer AK Studie wollen aber rund 55 Prozent aller Eltern für ihre Schulkinder ganztägige Schulformen. "Die von Ministerin Gehrer angebotenen 10.000 Plätze bis zum Jahr 2006 entsprechen keineswegs den von den Eltern angegebenen Bedarf, ein Ausbau auf 100.000 Ganztags-Betreuungsplätze ist dringend notwendig", sagt Tumpel. Auch bei den Fachhochschulplätzen wird
zu wenig getan: Bis 2010 wird lediglich der jetzige Zustand fortgeschrieben, notwendig wäre aber ein Ausbau auf 10.000 AnfängerInnenstudienplätze bis 2008.

Bei der Nachmittagsbetreuung ist das Ziel die Schaffung von 100.000 ganztägigen Plätzen an ca 1.600 Volksschulen innerhalb der nächsten zehn Jahre. Vor allem in größeren Städten herrscht eine große Nachfrage an ganztägigen Schulplätzen. Schwerpunktmäßig sind daher in den Bezirkshauptstädten solche Schulen einzurichten. Die von Bundesministerin Gehrer eingesetzte Zukunftskommission spricht sich für einen gesetzlichen Anspruch der Eltern auf einen Nachmittagsbetreuungsplatz für ihre Kinder aus. "Dies ist auch eine jahrelange Forderung der AK. Allerdings macht Ministerin Gehrer in ihrem Aktionsplan dazu keine Aussage, sondern nur vage Ankündigungen ohne konkrete Maßnahmen", sagt Tumpel.

Fachhochschulen: 2,44 Bewerber auf einen Platz

Bei den Fachhochschulen will Ministerin Gehrer lediglich den jetzigen Stand bis 2010 fortschreiben. Zur Zeit gibt es 136 Studiengänge mit insgesamt 22.100 Gesamtstudienplätzen. Allein durch jene Studiengänge, die spätestens heuer begonnen haben, wird es durch den Vollausbau im Studienjahr 06/07 knapp 29.000 Studierende geben. Die angekündigte Anhebung auf 30.000 Studierende bis 2010 wird also nur durch das Fortschreiben des jetzigen Standes erreicht. Auch im heurigen Jahr gab es ca. 2,44 BewerberInnen auf einen Studienplatz. Die AK fordert den Ausbau auf 10.000 AnfängerInnenstudienplätze bis 2008 (das bedeutet jährlich 600 neue Plätze).

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