ÖVP-Klubklausur: "Zukunft als Erster wagen"

Hochkarätige Podiumsdiskussion anlässlich der ÖVP-Klubklausur

St. Wolfgang, 30. Oktober 2003 (ÖVP-PK) Unter dem Motto "Zukunft wagen" fand heute, Donnerstag, im Rahmen der ÖVP-Klubklausur eine hochkarätige Podiumsdiskussion statt. Unter der Leitung von Dr. Rudolf Bretschneider (Fessel-Gfk) diskutierten Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell (Europäische Zentralbank), Dr. Antonella Mei-Pochtler (Boston Consulting Group), Univ.Prof. Dr. Manfred Prisching (Universität Graz) sowie der Zukunftsforscher Dr. Matthias Horx. Einhellige Meinung der Podiumsgäste: Vorteile könne sich vor allem verschaffen, wer "Zukunft als Erster wagt", wie es Mei-Pochtler auf den Punkt brachte. ****

Zukunft sei etwas, worauf man zugehen könne und solle, betonte Bretschneider im Eröffnungsstatement zur Diskussion. Besondere Bedeutung seien im Zusammenhang mit Zukunftsfragen den Themenkomplexen Globalisierung, europäische Integration und demografische Entwicklung zuzuschreiben, sagte Tumpel-Gugerell. Zukunftsfragen anzupacken heiße somit Zuversicht zu erzeugen und Ängste zu nehmen. So sei die Globalisierung als Herausforderung zu sehen, die durch eine Intensivierung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen zu bewältigen sei. Die Vernetzung innerhalb der EU werde dabei immer wichtiger, so Tumpel-Gugerell.

Mei-Pochtler verwies im Rahmen der Diskussion auf den "first mover advantage", den Vorteil für diejenigen, die die Chancen als Erster nützen. Es gehe darum, auf Veränderungen vorbereitet zu sein und ein Bild von der Veränderung zu haben, um ein gutes Bild von der Zukunft zu bekommen.

In der Politik, so Horx, habe man notwendige Veränderungen, die heute wirksam würden, bereits seit 20 Jahren vorhergesagt. Jetzt erst gebe es aber eine Mehrheit für radikale Reformen. Auch Horx sprach die zentrale Frage der Demografie an. "Die Entwicklung der europäischen Gesellschaft wird in der Geburtenrate entschieden", so Horx. Es gelte die Geburtenrate in Europa zu erhöhen. Horx: "Gute Reformpolitik beginnt mit Babies." Dabei gelte es Rahmenbedingungen für Frauen zu schaffen, ihnen Möglichkeiten zu geben, um ihre Ressourcen in der Arbeitswelt ausnützen zu können.

Es gebe einen nötigen Nachholprozess im Reformprozess, betonte Prisching. Wer Zukunft wagen wolle, so Prisching, der dürfe sich nicht darauf festlegen, ein gutes Leben zu bewahren, sondern müsse ein gutes Leben quasi neu erfinden. Das Besitzstandswahren funktioniere längst nicht mehr. Reformen seien notwendig, schloss Prisching.

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