Karas: Dank und Gratulation an Wim Duisenberg

Offizielles Dankschreiben der EVP-ED-Fraktion an den EZB-Chef

Brüssel, 30. Oktober 2003 (ÖVP-PK) "Wim Duisenberg hat es verstanden, die wichtigsten und schwierigsten Phasen des Projektes Währungsunion mit Erfolg abzuschließen. Er hat der neuen Währung sprichwörtlich ein Gesicht gegeben", sagte heute, Donnerstag, der Wirtschafts- und Währungssprecher der EVP-ED-Fraktion Mag. Othmar Karas. Gemeinsam mit EVP-ED-Fraktionsvorsitzendem Hans-Gert Poettering sandte der österreichische Europaparlamentarier ein Schreiben an Duisenberg, um zum Ende von dessen Amtszeit als EZB-Präsident seine Standfestigkeit gegenüber den Angriffen der Euro-Gegner, seine Entschlossenheit bei der Durchsetzung schwieriger Beschlüsse trotz massiver Kritik seitens der Skeptiker und seine Ruhe in turbulenten Zeiten zu würdigen. "Es ist uns ein großes Anliegen, Duisenberg zum Abschluss seines Mandates an der Spitze der EZB zu gratulieren und ihm für seine erfolgreiche Arbeit zu danken", so Karas. ****

Der besondere Dank der beiden Spitzenvertreter der EVP-ED-Fraktion galt der unbeugsamen Verfolgung des wichtigsten Ziels der EZB: der Stabilität des Geldwertes. "Nur so wird Vertrauen geschaffen und können die Wirtschaftsakteure langfristig kalkulieren. Dies schafft eine Grundvoraussetzung für Wirtschaftswachstum und langfristig sichere Renten. Die Unabhängigkeit der EZB von politischen Einflüssen war unter Ihrer Führung exemplarisch", betonten Karas und Poettering. In dem Schreiben wird jedoch auch auf die von Duisenberg und der EVP-ED-Fraktion geteilte Sorge bezüglich der Diskussion um den Stabilitätspakt hingewiesen. "Die Einhaltung des Pakts ist nicht nur für die Wirtschafts- und Währungsunion eine zentrale Säule, sondern auch für die Glaubwürdigkeit der gesamten EU. Alle Mitgliedstaaten müssen den Pakt buchstabengetreu beachten und sich mit ihrer Finanzpolitik ihm unterordnen. Dies gilt auch und besonders für große Mitgliedstaaten", betonten Karas und Poettering.

Die EVP-ED-Fraktion im Europäischen Parlament hatte von Beginn an Duisenbergs Kandidatur für den Posten des Präsidenten der damals noch Europäisches Währungsinstitut genannten Institution unterstützt. "Wir waren überzeugt, dass Ihre Fähigkeiten und Ihr Engagement für die europäische Währung Sie zum geeignetesten Kandidaten für die Nachfolge von Baron Lamfalussy machten. Der Euro ist in unseren Augen nicht nur ein Vorgang mit rein wirtschaftlichen Folgen, sondern Teil eines politischen Programms zur Schaffung von Frieden und Freiheit in diesem Teil der Welt", heißt es in dem Schreiben an Duisenberg.

"Mit Duisenberg hat die EZB es geschafft, eine neue, allgemein anerkannte und stets an Bedeutung gewinnende Währung zu etablieren. Wim Duisenberg kann mit Stolz auf ein erfülltes, erfolgreiches Berufsleben zurückblicken. Er war eine treibende Kraft in der Einrichtung der heute modernsten Zentralbank der Welt und hat einen wichtigen Schritt in der Vereinigung Europas und auf dessen Weg zu einer Gemeinschaft in Frieden und Freiheit geleistet", so Karas abschließend.

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