WKÖ begrüßt Schulreform: erster großer Schritt in die richtige Richtung

Landertshammer: Einführung von Leistungsstandards und erhöhte Schulautonomie sind wichtige Kernpunkte für erfolgreiche Zukunft

Wien (PWK752) - Das erste Arbeitsergebnis der Zukunftskommission
zur Pflicht- und Mittelschulreform wird von der Wirtschaftskammer Österreich ausdrücklich als "großer Schritt in die richtige Richtung" begrüßt. "Nach der Universitäts-Reform geht Bundesministerin Elisabeth Gehrer nun die dringend notwendige Schulreform mit Volldampf und dem Blick für das Wesentliche an", zeigt sich der Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der WKÖ, Michael Landertshammer, über die von der Zukunftskommission präsentierten Ergebnisse von im Grunde zehn Jahren Aufbau- und Veränderungsarbeit sehr erfreut. "Die wesentlichen Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Schulen wurden erkannt und definiert."

Insbesondere strich Landertshammer die verpflichtenden Leistungsstandards an den Übertritten von der Pflichtschule in die Mittel- bzw. Hauptschule und in weiterer Folge von den mittleren Schulen in die Höheren Schulen bzw. in das Arbeitsleben heraus. "Die Schüler müssen und wollen optimal auf die Anforderungen des Arbeitslebens vorbereitet werden und die Wirtschaft muss sich auf die Bildung der künftigen Arbeitnehmer verlassen können", betont der Bildungsexperte.

Klar sprach sich die Zukunftskommission auf für erhöhte Autonomie der einzelnen Schulen aus. "Nur jene Schulen werden auf Dauer erfolgreich sein, die sich ihre Lehrer selbst aussuchen und sich von diesen bei Nicht-Entsprechen auch wieder trennen können", erklärt Landertshammer und sieht leistungsbezogene Gehaltsschemen für Lehrerinnen und Lehrer als ebenso notwendig, wie eine verpflichtende Lehrerfortbildung in der unterrichtsfreien Zeit. Autonomie mache allerdings nur dann Sinn, wenn sie auch einer entsprechenden Überprüfung - sprich einem Qualitätssicherungssystem - unterliege.

"Zu hoffen ist, dass den theoretischen Auseinandersetzungen nun auch wirklich praktische Umsetzungen folgen, zumal wir gegenüber anderen Ländern in Europa bereits teilweise ins Hintertreffen geraten sind", macht Landertshammer aufmerksam. Die WKÖ werde sich jedenfalls - wie auch in der Vorbereitungsarbeit - massiv einbringen und die Arbeit der Zukunftskommission unterstützen. Man dürfe sich aber nicht der Illusion sofortiger Veränderungen hingeben, vielmehr bedarf es eines langen Atems und entsprechender strategischer Vorbereitungen. Es könnte aber durchaus gelingen einen breiten Konsens zu schaffen, der das österreichische Schulwesen auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet und umstellt. Als positives Beispiel führt Landertshammer Finnland an, wo bereits vor 20 Jahren eine radikalere Form des Schulwesen durchgezogen und die positiven Auswirkungen jetzt erkennbar sind.

Am 10. November findet um 15:00 Uhr in der Wirtschaftskammer Österreich die Veranstaltung "REFORM@SCHULE" statt, bei der Mitglieder der Reformkommission, Unternehmer und Lehrer miteinander darüber diskutieren, wie letztlich die Vorstellungen der Wirtschaft in die Schulreform einfließen können. Interessant wird es auch sein zu hören, was die Lehrer ihrerseits von der Wirtschaft erwarten, um den Wirtschafts- und Bildungsstandort Österreich für die Zukunft fit zu machen. (Ne)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Presseabteilung
Mag. Markus Nepf
Tel.: (++43-1) 0590 900-4599
Fax: (++43-1) 0590 900-263
presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0005