ÖAMTC: "Kindersitz-Check" geht Anfang November in die dritte Runde

Gratis-Aktion hilft Mängel bei Kindersicherung im Auto beseitigen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der Herbst steht ganz im Zeichen der Kindersicherheit im Auto. Bereits zum dritten Mal findet die österreichweite Gratis-Aktion zur Überprüfung von Kindersitzen von ÖAMTC und dem Verein "GROSSE SCHÜTZEN KLEINE" statt. Alle Eltern haben von 3. bis 28. November 2003 wieder die Gelegenheit, bei den über 100 Dienststellen und Stützpunkten des Clubs ihre verwendeten Kindersitze auf Mängel kontrollieren zu lassen. Für jeden Kindersitz, den der Club für in Ordnung befindet, gibt es ein "Kindersicher"-Pickerl, auf dem der nächste Überprüfungstermin empfohlen wird.

20 Kinder wurden im ersten Halbjahr 2003 im Straßenverkehr getötet, fast doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ein noch schlechteres Ergebnis gab es zuletzt im Jahr 1995. Elf Kinder verunglückten als Mitfahrer im Pkw tödlich. Diese alarmierenden Zahlen zeigen deutlicher denn je: die richtige Sicherung der Kleinen im Auto muss für die verantwortungsbewussten Eltern höchste Priorität haben. Zwar wird der Einbau von Kindersitzen gesetzlich vorgeschrieben, nicht aber ein regelmäßiger Check, ob das verwendete Rückhaltesystem auch tatsächlich den Sicherheitsanforderungen entspricht und korrekt im Auto montiert worden ist. Hier wollen der ÖAMTC und "GROSSE SCHÜTZEN KLEINE" den Eltern mit der Aktion "Kindersitz-Check" - im November 2002 ins Leben gerufen - helfen. Ziel ist es, die Verletzungsgefahr von Kindern als Pkw-Mitfahrer zu senken.

Im Vorjahr fiel jeder dritte Kindersitz bei der Überprüfung durch

Die Montage von Kinder-Rückhaltesystemen ist keineswegs kinderleicht, das zeigte jedenfalls die Auswertung der Prüfbögen der vorangegangenen Aktion. Zwei Drittel der überprüften Kindersitze waren tauglich, immerhin ein Drittel der Kinder waren aber in mangelhaften Rückhaltesystemen unterwegs und bei einem Unfall daher auch einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Klassische Mängel: In jedem achten Auto war der Kindersitz nicht fest genug montiert, bei jedem neunten untersuchten Kindersitz waren die Gurte verdreht, bei jedem zehnten Sitz war die Polsterung verschlissen. Häufig wollen Eltern ihren Kindern den nötigen Druck durch den Gurt ersparen, stellten die Experten im Vorjahr fest. Bei sieben Prozent der getesteten Rückhaltesysteme wurde zu geringe Gurtspannung festgestellt. Die fatalen Folgen: Bei einem Aufprall bewegt sich das Kind zuerst unverzögert weiter und wird dann zu abrupt durch den Gurt abgefangen oder rutscht im schlimmsten Fall auch durch die lockeren Gurte. Hier helfen die Kindersitz-Tester mit Rat und Tat weiter: Die Gurte müssen stramm sein, nur so ist das Kind auch gut geschützt - vorausgesetzt es ist unter dem Gurt nicht zu dick angezogen.

Wer zwischen 3. und 28. November 2003 zur kostenlosen Überprüfung an einen ÖAMTC-Stützpunkt kommt, soll unbedingt Kind, Sitz und Auto mitbringen. Getestet werden Kriterien, die den Sitz und seine Verbindung mit Kind und Auto betreffen, außerdem Marke, Type, Alter und ECE-Prüfzeichen des Rückhaltesystems. Für jeden Kindersitz, der den Test besteht, gibt es ein "Kindersicher"-Pickerl, auf dem der nächste empfohlene Überprüfungstermin vermerkt wird.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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