AK warnt vor Zinsfallen (2)

Zinsenfresser Vorschusszinsen und plötzliche Zinssenkungen - AK fordert bessere Infos bei der Sparbuch-Beratung

Wien (AK) - Die AK-Konsumentenschützer warnen anlässlich ihres aktuellen Sparbuchzinsentests vor Zinsenfallen, die die Zinserträge erheblich schmälern können. So lauert die Vorschusszinsen-Falle bei einer vorzeitigen Behebung eines gebundenen Sparbuches. Die Vorschusszinsen machen ein Promille der nicht eingehaltenen Bindungsfrist von der vorzeitig behobenen Einlage aus. Ein weiterer Zinsenfresser sind plötzliche Zinssenkungen bei Sparbüchern mit variablem Zinssatz. Die AK fordert daher bessere Informationen bei der Sparbuch-Beratung.

Konkret verlangt die AK klare Zinsanpassungsregeln bei Sparbüchern mit variabler Verzinsung. Die Verrechnung von Vorschusszinsen muss nachvollziehbar erklärt werden. Daher muss ein Vorschusszinsen-Berechnungsbeispiel zur Regel bei der Beratung werden.

AK Tipps für Sparer
+ Vergleichen Sie die Konditionen, das lohnt sich.

+ Kontrollieren Sie anlässlich des Weltspartages die Verzinsung auf Ihren Sparbüchern und verhandeln Sie gegebenenfalls die Zinssätze nach. Ein Blick auf das Angebot der Konkurrenz kann für Verhandlungen nützlich sein.

+ Überprüfen Sie die Bindungsfristen. Sie sollten sich fragen, ob die Bindungsfristen Ihrem Veranlagungszweck (zB Notpolster oder Sparen für Wohnung) angepasst sind, und wie rasch Sie das angelegte Geld benötigen.

+ Benötigen Sie Ihr Sparguthaben länger nicht, lohnt es sich, eine zeitliche Bindung zu vereinbaren, die mehr Zinsertrag bringt.

+ Fragen Sie vor Abschluss eines Kapitalsparbuches nach der Zinsstaffel für vorzeitige Behebungen.

+ Achten Sie auf die Vorschusszinsenfalle bei gebundenen Sparbüchern.

+ Manche Banken bieten so genannte Spar-Cards für täglich fälliges Geld an. Die Verzinsung ist meist attraktiver als bei Sparbüchern, die täglich fällig sind. Achten Sie aber auf anfallende Kosten (Kartengebühr, Kontoführungsgebühr oder Behebungsgebühr am Schalter) bei Sparcards, die den Ertrag deutlich schmälern können.

+ Die gesetzliche Einlagensicherung in Österreich beträgt 20.000 Euro pro Person.

+ AK Webtipp: Ausführliche Spartipps und eine Tabelle mit den Zinskondiktionen finden Sie auf der AK Homepage unter www.konsumentenschutz.at.

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AK Wien
Doris Strecker
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