- 30.10.2003, 09:39:01
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AK warnt vor Zinsfallen (2)
Zinsenfresser Vorschusszinsen und plötzliche Zinssenkungen - AK fordert bessere Infos bei der Sparbuch-Beratung
Wien (AK) - Die AK-Konsumentenschützer warnen anlässlich ihres
aktuellen Sparbuchzinsentests vor Zinsenfallen, die die Zinserträge
erheblich schmälern können. So lauert die Vorschusszinsen-Falle bei
einer vorzeitigen Behebung eines gebundenen Sparbuches. Die
Vorschusszinsen machen ein Promille der nicht eingehaltenen
Bindungsfrist von der vorzeitig behobenen Einlage aus. Ein weiterer
Zinsenfresser sind plötzliche Zinssenkungen bei Sparbüchern mit
variablem Zinssatz. Die AK fordert daher bessere Informationen bei
der Sparbuch-Beratung.
Konkret verlangt die AK klare Zinsanpassungsregeln bei Sparbüchern
mit variabler Verzinsung. Die Verrechnung von Vorschusszinsen muss
nachvollziehbar erklärt werden. Daher muss ein
Vorschusszinsen-Berechnungsbeispiel zur Regel bei der Beratung
werden.
AK Tipps für Sparer
+ Vergleichen Sie die Konditionen, das lohnt sich.
+ Kontrollieren Sie anlässlich des Weltspartages die Verzinsung auf
Ihren Sparbüchern und verhandeln Sie gegebenenfalls die Zinssätze
nach. Ein Blick auf das Angebot der Konkurrenz kann für Verhandlungen
nützlich sein.
+ Überprüfen Sie die Bindungsfristen. Sie sollten sich fragen, ob die
Bindungsfristen Ihrem Veranlagungszweck (zB Notpolster oder Sparen
für Wohnung) angepasst sind, und wie rasch Sie das angelegte Geld
benötigen.
+ Benötigen Sie Ihr Sparguthaben länger nicht, lohnt es sich, eine
zeitliche Bindung zu vereinbaren, die mehr Zinsertrag bringt.
+ Fragen Sie vor Abschluss eines Kapitalsparbuches nach der
Zinsstaffel für vorzeitige Behebungen.
+ Achten Sie auf die Vorschusszinsenfalle bei gebundenen Sparbüchern.
+ Manche Banken bieten so genannte Spar-Cards für täglich fälliges
Geld an. Die Verzinsung ist meist attraktiver als bei Sparbüchern,
die täglich fällig sind. Achten Sie aber auf anfallende Kosten
(Kartengebühr, Kontoführungsgebühr oder Behebungsgebühr am Schalter)
bei Sparcards, die den Ertrag deutlich schmälern können.
+ Die gesetzliche Einlagensicherung in Österreich beträgt 20.000 Euro
pro Person.
+ AK Webtipp: Ausführliche Spartipps und eine Tabelle mit den
Zinskondiktionen finden Sie auf der AK Homepage unter
www.konsumentenschutz.at.
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